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Guardian-Recherche stellt Hegseths religiöse Rechtfertigungen des Iran-Kriegs und Verbindungen zum Pentagon-Gottesdienst dar

Ein Beitrag beleuchtet, wie persönlicher Glaube und pastorale Nähe des US-Verteidigungsministers in Reden und Pentagon-Andachten mit militärischen Entscheidungen verknüpft werden.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Guardian-Recherche stellt Hegseths religiöse Rechtfertigungen des Iran-Kriegs und Verbindungen zum Pentagon-Gottesdienst dar
Die Recherche dokumentiert Pastorengottesdienste im Pentagon, Hegseths religiöse Rhetorik und einen Verweis auf eine US-Ermittlung zur Schule in Minab.

Nach Angaben der Recherche wird US‑Verteidigungsminister Pete Hegseth in mehreren öffentlichen Auftritten und bei Gottesdiensten im Pentagon als jemand dargestellt, der den Krieg gegen Iran wiederholt in religiöse Begriffe kleidet. Im Mittelpunkt steht dabei die enge Verbindung zwischen Hegseth und seinem spirituellen Berater, Pastor Brooks Potteiger, der demnach vor Führungsleuten des Militärs predigte und an einer Reihe regelmäßiger christlicher Andachten im Verteidigungsministerium beteiligt ist.

Zugleich schildert die Darstellung, dass Potteiger in seiner Ansprache theologische Deutungen von militärischer Gewalt vortrug und biblische Bilder verwendete, um Einsätze und Entscheidungen in einen göttlichen Zusammenhang zu stellen. Er habe etwa auf die Souveränität Gottes verwiesen und diese mit fallenden Raketen in Beziehung gesetzt. Solche Formulierungen erscheinen in dem Beitrag als integraler Bestandteil der Pentagon‑Gottesdienste, die demnach monatlich stattfinden.

Nach dem Schritt, der eine Verbindung zu konkreten Ereignissen herstellt, verweist die Darstellung außerdem auf eine US‑Ermittlung zur Bombardierung einer Schule in Minab, bei der zahlreiche Kinder ums Leben kamen. In dem Beitrag heißt es, vor diesem Hintergrund hätten die pastoralen Äußerungen und die öffentliche Rhetorik des Verteidigungsministers besondere Brisanz, weil sie Glaubenssprache mit militärischer Praxis verkoppelten.

Daneben betont die Recherche, dass Hegseths Kombination aus pastoraler Nähe und aggressiver Kriegsrhetorik in der Darstellung als prägend für seine öffentliche Rolle erscheint. Die Gegenüberstellung von Gebeten für den Sieg und theologischen Rechtfertigungen militärischer Gewalt bildet den roten Faden des Beitrags und erklärt, warum die beschriebenen Gottesdienste und Äußerungen innerhalb und außerhalb der USA kontrovers aufgenommen wurden.