JKCM News
Startseite
Politik

Japan warnt nach 7,7‑Beben vor erhöhter Gefahr eines noch stärkeren Bebens

Ein Untersee-Beben der Stärke 7,7 vor der Küste Iwates löste Evakuierungen und Tsunamiwarnungen aus. Behörden mahnen, in den kommenden Tagen seien stärkere Erschütterungen und höhere Wellen möglich.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Japan warnt nach 7,7‑Beben vor erhöhter Gefahr eines noch stärkeren Bebens
  • Die Meteorologische Agentur sieht in der nächsten Woche ein erhöhtes Risiko für ein Beben von 8,0 oder mehr
  • zuvor wurden Tausende Anwohner aufgefordert, Küstenbereiche zu verlassen.

Nach Angaben der japanischen Behörden hat ein Erdbeben der Stärke 7,7 am Montag vor der Küste der Präfektur Iwate eine Reihe von Warnmaßnahmen in Gang gesetzt. Das Beben wurde in rund zehn Kilometern Tiefe registriert; unmittelbar danach gab es Warnungen vor möglichen Tsunamiwellen und Anordnungen zur Evakuierung für Teile der Ostküste.

Im Mittelpunkt der Sofortmaßnahmen standen zunächst Warnungen vor Wellenhöhen von bis zu drei Metern, nach Messungen erreichten die registrierten Wellen jedoch bis zu 80 Zentimeter. Mehr als 170.000 Menschen in mehreren Präfekturen wurden angewiesen, Küsten- und Flussuferbereiche zu verlassen und in höhere Lagen oder ausgewiesene Evakuierungsgebäude zu gehen. Behörden appellierten wiederholt, auf sicherem Gelände zu bleiben, bis alle Warnungen aufgehoben würden.

Zugleich kam es zu Störungen im Verkehr: Mehrere Hochgeschwindigkeitszüge waren betroffen, und rund 100 Haushalte waren vorübergehend ohne Strom. Kabinettssekretär Minoru Kihara berichtete, es gebe bislang keine Meldungen über schwere Sachschäden oder Verletzte. Kanzlerin Sanae Takaichi forderte die Bevölkerung eindringlich auf, schnell in höhere und sichere Gebiete zu gehen und die Hinweise der Behörden zu befolgen.

Die Japanische Meteorologische Agentur warnte, dass in der kommenden Woche stärkere Erschütterungen auftreten könnten und die Wahrscheinlichkeit für ein Beben mit einer Magnitude von 8,0 oder höher relativ höher als sonst sei. Solche Nachbeben könnten größere Tsunamiwellen nach sich ziehen; deshalb rief die Behörde zu erhöhter Wachsamkeit auf. Behörden und Kommunen setzten Lautsprecherdurchsagen ein, um Bewohner zu informieren, und Arbeitgeber erlaubten Beschäftigten in betroffenen Regionen, früher das Büro zu verlassen.

Die Erinnerung an das verheerende Beben und den Tsunami von 2011 prägt die Reaktionen vieler Menschen noch immer. Stunden nach dem Unterwasserbeben wurden die meisten Tsunami-Warnungen schrittweise zurückgenommen, während lokalen Behörden empfohlen wird, die Bevölkerung weiterhin aufmerksam zu begleiten und Evakuierungspläne aufrechtzuerhalten.