'Ketamine Queen' soll in Los Angeles für Verkauf tödlicher Dosis an Matthew Perry verurteilt werden
Jasveen Sangha ist die einzige Angeklagte, deren Plädoyer ein Eingeständnis zur Verursachung von Matthew Perrys Tod enthält; die Staatsanwaltschaft fordert eine Haftstrafe von 15 Jahren.
Nach Angaben der Anklage soll Jasveen Sangha am Mittwoch in Los Angeles eine Bundesstrafe erhalten, nachdem sie gestanden hat, dem Schauspieler Matthew Perry Ketamin verkauft zu haben, das als Hauptursache für seinen Tod festgestellt wurde. Sangha ist eine von fünf Personen, die sich im Zusammenhang mit der tödlichen Überdosis 2023 schuldig bekannt haben; sie ist jedoch die einzige, deren Plädoyer ausdrücklich eine direkte Mitverantwortung für den Tod des 54-Jährigen anerkennt.
Im Mittelpunkt der Verhandlungen steht der Strafantrag der Staatsanwaltschaft, die für die 42-jährige Sangha 15 Jahre Haft fordert. Gerichtliche Unterlagen zeichnen das Bild einer weitreichenden Ketamin-Distribution, mit offenbar wohlhabender Kundschaft und einem luxuriösen Lebensstil für die Betreiberin. Die Verteidigung hält die Berechnung der Bundesrichtlinien durch die Anklage für fehlerhaft und verweist auf die bereits verbüßte Untersuchungshaft sowie auf Sanghas Verhalten im Gefängnis als Argumente gegen eine derart lange Freiheitsstrafe.
Zugleich legen die Ermittlungen eine unmittelbare Verbindung zu Perrys Tod dar: Vier Tage vor seinem Tod soll Perry 25 Ampullen Ketamin von Sangha gekauft haben, ein Verkauf, den die Anklage als Beitrag zur tödlichen Dosis aufführt. Perry hatte Ketamin zuvor teilweise legal als Off-Label-Behandlung gegen Depressionen von seinem Hausarzt erhalten, suchte später jedoch zusätzliche Bezugsquellen. In dem Verfahren haben außerdem zwei Mediziner und weitere Bekannte Perrys Geständnisse abgelegt; einige wurden bereits verurteilt, andere stehen noch vor einer Anknüpfung strafrechtlicher Maßnahmen.
U.S. District Judge Sherilyn Peace Garnett erklärte, sie wolle die Strafzumessungen der fünf Verurteilten in einen kohärenten Zusammenhang bringen. Mitglieder von Perrys Familie werden voraussichtlich vor der Urteilsverkündung im Gerichtssaal sprechen. Sangha hatte sich im September schuldig bekannt wegen Nutzung ihres Hauses für Drogenhandel, mehrfachem Vertrieb von Ketamin und Vertrieb von Ketamin mit Todesfolge; zudem erwähnte ihr Plädoyer eine Verbindung zu einem weiteren tödlichen Überdosis-Fall aus 2019.