Kommentar: Trumps Krieg gegen Iran steckt in sechster Woche fest — Fehleinschätzungen und asymmetrische Antwort
Ein Kolumnist bemängelt, dass die Offensive nicht die angekündigten schnellen Erfolge brachte; iranische Angriffe und die Sperrung der Straße von Hormus erhöhen Kosten und Risiken.
- Das Versprechen eines schnellen, überwältigenden Sieges habe sich zerschlagen
- Iran reagierte mit Drohnen- und Raketenangriffen und lähmte die Straße von Hormus.
Nach Angaben eines Kommentars von Nesrine Malik hat der von Präsident Donald Trump gestartete Krieg gegen Iran in der sechsten Woche nicht die erwarteten schnellen, entscheidenden Resultate geliefert. Was als präzise, überwältigende Militäraktion angekündigt worden sei, habe sich demnach in ein langwieriges und zunehmend unübersichtliches Ringen verwandelt, heißt es in dem Text.
Gleichzeitig habe Iran mit einer Reihe von Angriffen reagiert, die die Golfstaaten erschütterten und die Straße von Hormus faktisch blockierten. Diese Maßnahmen wirkten nicht nur militärisch, sondern störten Energieflüsse und trieben ökonomische Kosten in die Höhe; Malik weist darauf hin, dass es bereits Prognosen gebe, wonach ein anhaltender Konflikt das Risiko einer seltenen globalen Rezession erhöhe.
Daneben kritisiert der Kommentar das Scheitern, europäische und Golf-Alliierte für eine gemeinsame Offensive oder für einen Einsatz zur Wiedereröffnung der Meeresstraße zu gewinnen. Die Rettung zweier abgestürzter US-Flieger werde überhöht dargestellt, weil sonst wenig nach Plan laufe, heißt es weiter. Entscheidend sei, dass die iranische Strategie der Verknappung und Erschöpfung — etwa durch Drohnen- und Raketenangriffe über Tage und Wochen — offenbar unterschätzt worden sei.
Unterdessen stelle sich international die Frage nach einem Ausweg aus der militärischen Eskalation; diskutiert werde, wie sich das Engagement beenden lasse, ohne Washington Gesicht verlieren zu lassen. Der Kommentar schließt mit der Feststellung, dass die einfache Vorstellung, ein militärisch überlegener Akteur werde seine Ziele rasch durchsetzen, in diesem Konflikt nicht aufgegangen sei. Malik macht damit Fehler in der Lageeinschätzung, kombinierbar aus Überheblichkeit und Unkenntnis über die Besonderheiten des iranischen Regimes, verantwortlich für das bisherige Scheitern der Erwartungen.