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Macron hält militärische Öffnung der Straße von Hormus für unrealistisch

Präsident Macron warnt, ein Militäreinsatz zur Öffnung der strategisch wichtigen Meerenge sei kaum durchführbar; wirtschaftliche Folgen zeigen sich bereits in staatlichen Preiskontrollen, etwa in China.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Macron hält militärische Öffnung der Straße von Hormus für unrealistisch
Macron verlangt Verhandlungen und einen Waffenstillstand als Bedingung für eine dauerhafte Wiederherstellung der Passage

Nach Angaben des französischen Präsidenten Emmanuel Macron ist eine militärische Öffnung der durch den Iran weitgehend blockierten Straße von Hormus unrealistisch. Bei einem Besuch in Seoul betonte er, ein solcher Einsatz würde über unbestimmte Zeit hinaus andauern und die beteiligten Streitkräfte erheblichen Gefahren aussetzen.

Zugleich forderte Macron, die Meerenge müsse wieder freigemacht werden, nannte aber Verhandlungen mit dem Iran als einzig gangbaren Weg. Er forderte einen Waffenstillstand zwischen dem Iran sowie den USA und Israel als ersten Schritt, der eine dauerhafte Sicherung der Passage ermöglichen könne. In diesem Kontext ist für Dienstag eine internationale Beratungsrunde geplant, an der Vertreter von rund 40 Staaten teilnehmen sollen, um Maßnahmen für die Absicherung der Straße von Hormus nach dem Ende des Irankriegs zu erörtern; die Initiative für diese Runde ging von Großbritannien aus, die USA beteiligen sich nicht.

Wirtschaftliche Auswirkungen der Spannungen werden bereits sichtbar: In China haben Behörden interveniert, um den Anstieg der Kraftstoffpreise zu dämpfen. Die Obergrenzen für die Einzelhandelspreise von Benzin und Diesel werden ab Mitternacht nur noch etwa halb so stark steigen wie ohne staatliche Eingriffe, teilten lokale Stellen mit. In Shanghai stiegen die Tankstellenpreise demnach von 8,53 Yuan auf rund 8,90 Yuan pro Liter, ein Beispiel dafür, wie geopolitische Störungen in der Straße von Hormus unmittelbare nationale energiepolitische Reaktionen auslösen.

Daneben verschärft sich die diplomatische Lage in der Region. Vor dem Ablauf einer von US-Präsident Donald Trump gesetzten Frist zur Öffnung der Meerenge riefen Pakistan und Ägypten zu Deeskalation und Dialog auf. Die Außenminister beider Länder vereinbarten, im Austausch zu bleiben und Vermittlungsbemühungen zu unterstützen, um einen weiteren Anstieg der Spannungen zu verhindern. Gleichzeitig meldeten iranische Stellen landesweite Angriffe auf Verkehrsinfrastruktur, darunter Schäden an Eisenbahn- und Autobahnbrücken, was die wirtschaftliche Lage im Iran zusätzlich belastet.