JKCM News
Startseite
Politik

Mehr als 500 Festnahmen bei Protesten in London gegen Verbot von Palestine Action

Die Metropolitan Police nahm nach Angaben der Einsatzleitung Hunderte Menschen fest, die in Trafalgar Square Unterstützung für die unter Terrorgesetze gestellte Gruppe zeigten.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Mehr als 500 Festnahmen bei Protesten in London gegen Verbot von Palestine Action
  • Die Met teilte mit, dass bis zu 523 Menschen wegen Unterstützung einer proscribierten Organisation festgenommen wurden
  • die Altersangaben reichen von 18 bis 87 Jahren.

Nach Angaben der Metropolitan Police wurden bei einer Demonstration gegen das Verbot von Palestine Action in der Londoner Innenstadt mehr als 500 Menschen festgenommen. Die Einsätze konzentrierten sich auf Trafalgar Square, wo Hunderte mit Plakaten und Schildern zusammenkamen und nach Darstellung der Polizei Unterstützung für eine als verboten eingestufte Organisation zeigten. Zunächst waren am Nachmittag 212 Festnahmen gemeldet worden; bis 23:07 BST stieg die Zahl auf 523.

Im Mittelpunkt der Kundgebung stand der Protest gegen das im Sommer 2025 ausgesprochene Verbot. Die Veranstaltung, die unter dem Namen Everyone Day lief, war von der Gruppe Defend our Juries organisiert worden und sollte ein Zeichen gegen die Maßnahme setzen. Viele Teilnehmer trugen Schilder mit Slogans, die schon bei früheren Aktionen der Bewegung zu sehen gewesen waren; einige erklärten außerdem, sie wollten das Recht auf Protest verteidigen.

Nach dem Schritt, wieder verstärkt gegen Unterstützungsbekundungen für die Gruppe vorzugehen, hatte die Polizei vor dem Einsatz ausdrücklich vor möglichen Straftaten gewarnt und Teilnehmern geraten, die Konsequenzen eines Aufmarsches zu bedenken. Die Met machte deutlich, sie werde nicht zögern, einzuschreiten, wenn nach Einschätzung der Einsatzkräfte öffentliche Unterstützung für die proscribierte Organisation gezeigt werde. Seit dem Verbot im Juli 2025 wurden nach Angaben der Polizei insgesamt mehr als 2.700 Menschen festgenommen, denen Unterstützung für Palestine Action vorgeworfen wird.

Zugleich gab es Berichte über prominente Festnahmen: Unter denjenigen, die festgesetzt wurden, war demnach der Musiker Robert Del Naja, ein Gründungsmitglied der Band Massive Attack, der die Demonstration besuchen wollte. Einige Teilnehmer sagten, sie seien bereit gewesen, das Risiko einer Festnahme in Kauf zu nehmen. Die Aktion am Samstag war damit Teil einer länger andauernden Auseinandersetzung über das Verbot, die sowohl juristisch als auch in der Öffentlichkeit weitergeführt wird.