Mehrere Mitarbeiter und Unterstützer ziehen sich von Eric Swalwell zurück nach neuen Anschuldigungen
Kalifornischer Gouverneurskandidat und Kongressabgeordneter Eric Swalwell sieht sich nach neuen Berichten über mutmaßliche sexuelle Übergriffe mit Abgängen im Kampagnenteam und dem Rückzug prominenter Unterstützer konfrontiert.
Nach Angaben US‑amerikanischer Medien hat die Gouverneurskampagne von Eric Swalwell einen erheblichen Rückschlag erlitten: Mehrere Mitarbeiter traten zurück, und etliche prominente Demokraten zogen ihre Unterstützung zurück, nachdem die San Francisco Chronicle und weitere Medien Anschuldigungen veröffentlichten, wonach Swalwell in der Vergangenheit Frauen sexuell missbraucht haben soll. Die Berichte enthalten Aussagen von Frauen, die von Übergriffen und unangemessenen sexuellen Begegnungen berichten.
Im Mittelpunkt der Reaktionen stand der sofortige Entzug zuvor gegebener Unterstützungen. Der kalifornische Senator Adam Schiff zog seine jüngst erklärte Unterstützung zurück und forderte Swalwell auf, aus dem Rennen um das Gouverneursamt auszusteigen. Zugleich erklärte der Senator aus Arizona, Ruben Gallego, der Swalwell zuvor verteidigt hatte, er nehme seine Unterstützung zurück und nannte die beschriebenen Vorfälle unakzeptabel. Daneben forderte der ehemalige Sprecher der kalifornischen Versammlung, Antonio Villaraigosa, Swalwell auf, sowohl die Gouverneurskampagne als auch sein Mandat im Kongress aufzugeben.
Nach dem Schritt verließen nach Medienangaben drei Mitarbeiter das Kampagnenteam; namentlich bestätigt wurde unter anderem der Ausstieg der früheren Beraterin Courtni Pugh. Swalwell wies die Anschuldigungen zurück und betonte, er habe sich stets dafür eingesetzt, Frauen zu schützen; er erklärte, er werde sich mit Fakten verteidigen und gegebenenfalls rechtlich vorgehen. Sein Wahlkampfteam gab den Berichten zufolge keine ausführliche öffentliche Stellungnahme ab.
Zugleich trifft die Abkehr von Mitarbeitern und Unterstützern Swalwell in einem Moment, in dem er als einer der Kandidaten für das Gouverneursamt von Kalifornien galt. Beobachter sehen in dem personellen Aderlass und dem öffentlichen Rückzug bedeutender Figuren einen unmittelbaren Schlag für die Kampagnenfähigkeit des Abgeordneten, solange die Vorwürfe weiter öffentlich diskutiert werden. Unterdessen machen die Berichte deutlich, dass seine politische Zukunft und die Frage, ob er das Rennen fortsetzt, nun von weiteren Entwicklungen in den kommenden Tagen abhängen dürften.