Microsoft bietet erstmals freiwillige Abfindungen für US‑Mitarbeiter an
Einmaliges Rentenprogramm für Beschäftigte bis Senior Director; zudem Änderungen bei Aktienvergütung und Leistungsbewertung angekündigt
- Programm steht Mitarbeitenden offen, deren Dienstjahre und Alter zusammen mindestens 70 ergeben
- detaillierte Informationen folgen am 7. Mai.
Nach Angaben von Unternehmenskreisen plant Microsoft ein einmaliges, freiwilliges Abfindungs- und Rentenprogramm für US‑Mitarbeiter und setzt damit eine für den 51 Jahre alten Konzern neue Personalmaßnahme um. Anspruchsberechtigt sollen demnach Beschäftigte auf Ebene Senior Director und darunter sein, deren Jahre der Betriebszugehörigkeit und Lebensalter zusammen mindestens 70 ergeben.
Zugleich soll das Angebot etwa sieben Prozent der US‑Belegschaft betreffen, heißt es; eine offizielle Zahl nannte das Unternehmen nicht. Ausschlusskriterien sind vorhanden: Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Verkaufsprovisionsplänen können demnach nicht teilnehmen. Weitere Details für Anspruchsberechtigte sowie für deren Führungskräfte wollen die Verantwortlichen am 7. Mai mitteilen.
Im Mittelpunkt der Entscheidung steht die Reaktion auf strukturelle Verschiebungen in der Branche: Microsoft hat bereits in den vergangenen Monaten Kosten durch Entlassungsrunden gesenkt und investiert parallel stärker in Rechenzentren, um Kunden die für generative KI nötige Cloud‑Rechenleistung bereitzustellen. Wettbewerber wie Alphabet und Amazon verfolgen ähnliche Ausbaupläne; zugleich erhöhen neue KI‑Codierungswerkzeuge den Druck auf etablierte Softwareanbieter.
Daneben plant Microsoft Änderungen bei der Vergütungs- und Leistungsstruktur. Demnach sollen Aktienzuteilungen künftig weniger strikt an Barboni gekoppelt werden, damit Führungskräfte flexibler auf besondere Leistung reagieren können. Auch die Begutachtungsprozesse für Mitarbeiter sollen vereinfacht werden, indem Vorgesetzte aus weniger Einstufungsoptionen wählen können.
Unternehmenskreise bewerten das Programm als Möglichkeit, Beschäftigten einen freiwilligen Ausstieg auf vorteilhaften Konditionen zu ermöglichen und zugleich die Belegschaftsstruktur gezielter an die strategischen Prioritäten Cloud und KI anzupassen. Die Ankündigung fügt sich in eine Phase, in der das Unternehmen zugleich Wachstum in seinen Cloud‑ und KI‑Diensten anstrebt und die Kostenbasis überprüft.