NBA erlaubt Dončić und Cunningham die Teilnahme an Saison‑Auszeichnungen nach erfolgreichen Einsprüchen
Die Liga hob die 65‑Spiele‑Mindestanforderung in zwei Einzelfällen auf; Dončić und Cunningham bleiben damit für MVP‑ und All‑NBA‑Wahlen zugelassen.
Nach Angaben der Liga sind Luka Dončić und Cade Cunningham nach erfolgreichen Einsprüchen wieder für die wichtigsten Saisonpreise zugelassen. Üblicherweise verlangt die NBA, dass Spieler mindestens 65 Partien in der Regular Season absolvieren; Cunningham bestritt 63 Spiele, Dončić 64. Mit der Ausnahmeregelung gelten beide nun weiterhin als wählbar für den Most Valuable Player (MVP) sowie für All‑NBA‑Ehrungen.
Im Mittelpunkt der Entscheidung standen die von den Teams vorgetragenen außergewöhnlichen Umstände. Cunningham fehlte demnach zwölf Spiele wegen eines Kollapses der Lunge, Dončić verpasste zwei Partien wegen der Geburt seiner Tochter in Slowenien. Die Liga benannte diese Gründe als Grundlage für die gewährten Befreiungen und entschied, die Mindestspielregel in diesen beiden Einzelfällen nicht anzuwenden.
Zugleich hat die Entscheidung direkte Folgen für die Vergabe der großen Einzelpreise. Dončić führte die Liga mit 2.143 erzielten Punkten in der regulären Saison an und trug dazu bei, dass sein Team die Playoffs erreichte. Cunningham wiederum rangiert ligaweit auf Platz zwei bei den Assists (634) und führte die Detroit Pistons in die Postseason; die Pistons stehen an der Spitze der Eastern Conference. Durch die Ausnahmen bleiben beide Spieler in der Nähe der vollen Berücksichtigung bei der Preisvergabe.
Inzwischen zeigt die Liga mit dem unterschiedlichen Ausgang bei ähnlichen Anträgen, dass sie Einzelfallprüfungen vornimmt. Anthony Edwards von den Minnesota Timberwolves, der 60 Spiele absolviert hatte, wurde ein vergleichbarer Freischuss verwehrt. Die differenzierte Handhabung macht deutlich, dass die NBA nicht automatisch Spielzahlen reduziert, sondern jeden Einspruch separat bewertet.
Daneben löst die Entscheidung Diskussionen über Fairness und Regelauslegung aus, da die Ausnahmen potenziell Einfluss auf die Stimmenverteilung für MVP und All‑NBA haben können. Die Liga hat mit ihren Einzelfallentscheidungen den unmittelbaren Wettbewerb um die Saisonpreise offengehalten, während die zugrunde liegende Regel unverändert bestehen bleibt.