Kalifornien meldet einen der größten Rückgänge bei Obdachlosigkeit im Jahresvergleich, HUD‑Daten zeigen
Die Zahl der Menschen ohne festen Wohnsitz in Kalifornien ging 2025 leicht zurück; stärkere prozentuale Rückgänge verzeichneten Illinois, Hawaii, Florida und New York. Die neue Zählung befeuert Debatten über Ursachen und politische Maßnahmen.
- Die bundesweite Obdachlosenbevölkerung sank 2025 erstmals seit 2016
- Kalifornien registrierte rund 181.934 Personen ohne festen Wohnsitz und meldete ein Minus von knapp drei Prozent.
Nach Angaben des US‑Wohnungsministeriums (HUD) verzeichnete Kalifornien im Januar 2025 einen der größten jährlichen Rückgänge bei der Zahl der Menschen ohne festen Wohnsitz. Die Golden State zählte insgesamt 181.934 unhoused Personen, knapp drei Prozent weniger als im Vorjahr, und reiht sich damit unter den fünf Bundesstaaten mit den stärksten Abnahmen ein.
Zugleich heben die HUD‑Daten aus anderen Bundesstaaten deutlich ausgeprägtere prozentuale Rückgänge hervor: Illinois meldete einen Rückgang von 44 Prozent, Hawaii von 41 Prozent, Florida von 11 Prozent und New York von acht Prozent. National sank die Zahl der Obdachlosen bei der bundesweiten Point‑in‑Time‑Zählung im Januar 2025 auf 745.652 Personen, ein Rückgang von drei Prozent gegenüber 2024 und damit das erste Minus seit 2016.
Gleichzeitig verwies die Bundesregierung auf längerfristige Trends und betonte, dass die Gesamtzahl der Obdachlosen seit 2013 um 27 Prozent gestiegen sei. HUD‑Vertreter erklärten, programmatische Anpassungen zielen auf Erholung und Selbstständigkeit ab, während Kritiker vor geplanten Kürzungen bei dauerhaften Wohnprogrammen warnen und fürchten, dass dadurch entstandene Fortschritte wieder gefährdet würden.
Daneben liefern die HUD‑PIT‑Daten eine Momentaufnahme der Lage im Januar 2025, die sowohl Erfolge als auch anhaltende Herausforderungen dokumentiert. Die Ergebnisse haben unmittelbare politische Relevanz: Sie fließen in Debatten über Strategie, Finanzierung und rechtliche Maßnahmen gegen Obdachlosigkeit ein und werden sowohl von Befürwortern als auch von Gegnern verschiedener Ansätze zur Lösung des Problems aufgegriffen.