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New York Times prüft Berichterstattung von Dianna Russini nach Fotos mit Mike Vrabel

Die Times hat die Reporterin vorläufig beiseitegestellt, nachdem Fotos aus Sedona Fragen zur Distanz zwischen Journalistin und Trainer aufgeworfen hatten.

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Titelbild: New York Times prüft Berichterstattung von Dianna Russini nach Fotos mit Mike Vrabel
Bilder aus einem Luxusresort lösen interne Überprüfung der Arbeit einer der bestbezahlten Reporterinnen der Times Company aus.

Nach Angaben interner Quellen prüft die New York Times Company die Berichterstattung der NFL‑Reporterin Dianna Russini über Patriots‑Cheftrainer Mike Vrabel. Grund sind Fotos, die Russini und Vrabel gemeinsam in einem Luxusresort in Sedona, Arizona, zeigen und innerhalb des Konzerns Besorgnis ausgelöst haben.

Im Mittelpunkt der Debatte stehen Bilder, zuerst veröffentlicht von Page Six, die die beiden demnach an einem Pool, in einem Whirlpool und auf einem Dachdeck zeigen; einige Aufnahmen wirken so, als würden sie sich umarmen oder Händchen halten. Sowohl Russini als auch Vrabel, die jeweils verheiratet sind, erklärten, die Szenen seien rein platonisch und würden aus dem Zusammenhang gerissen. Russini betonte, die Fotos spiegelten nicht wider, dass es sich um eine größere Zusammenkunft gehandelt habe; Vrabel nannte Vorwürfe von Fehlverhalten lächerlich.

Nach dem Schritt, die Angelegenheit intern zu prüfen, wurde Russini vorläufig beiseitegestellt, während die Untersuchung andauert. Zunächst hatte The Athletic, das zur Times Company gehört, Russini verteidigt und darauf verwiesen, die Bilder ließen Kontext vermissen und zeigten Interaktionen in der Öffentlichkeit unter mehreren Anwesenden. Inzwischen erweiterten Redakteure ihre Prüfung, weil zusätzliche Berichterstattung Fragen zur Berichterstattung Russinis über Vrabel und zur Natur ihrer Beziehung aufgeworfen habe.

Zugleich konzentriert sich die laufende Überprüfung darauf, ob persönliche Vertrautheit das journalistische Urteil oder die Berichterstattung beeinflusst hat. Konkrete Ergebnisse oder disziplinarische Entscheidungen liegen noch nicht vor; es wurde zudem geprüft, ob weitere Personen bei dem Treffen anwesend waren. Russini zählt zu den bestbezahlten Reporterinnen im Konzern, und ihr Vertrag läuft später in diesem Jahr aus.