No 10 bekräftigt unveränderte britische Souveränität über Falklandinseln nach geleaktem Pentagon‑Memo
Ein internes Pentagon‑E‑Mail soll vorgeschlagen haben, die US‑Unterstützung für britische Ansprüche auf die Falklandinseln zu überdenken. Downing Street und politische Führungen reagierten empört und bekräftigten die unveränderte britische Souveränität.
Nach Angaben eines geleakten internen Pentagon‑E‑Mails hat das Weiße Haus offenbar Überlegungen angestoßen, die US‑Unterstützung für die britischen Ansprüche auf die Falklandinseln zu überdenken. Downing Street reagierte umgehend und versicherte, die britische Souveränität über die Inseln bleibe bestehen; das Selbstbestimmungsrecht der Bevölkerung der Falklands habe weiterhin Vorrang.
Im Mittelpunkt des Papiers stand demnach ein Diskussionsentwurf für mögliche Reaktionen der USA auf mangelnde Unterstützung eines Verbündeten. Das Memo, das als Grundlage für Debatten über Strafmaßnahmen gegenüber befreundeten Staaten gedacht gewesen sein soll, nannte die Falklands explizit und schlug vor, die Praxis der Billigung europäischer Ansprüche auf ehemalige überseeische Gebiete zu überprüfen.
Zugleich löste die Veröffentlichung des Vorschlags in Großbritannien breite Empörung aus. Regierungsvertreter, Oppositionspolitiker, Veteranen und die Verwaltung der Falklandinseln äußerten Ablehnung und Besorgnis, wobei die Reaktionen auch auf die belastete historische Erinnerung an den Konflikt von 1982 Bezug nahmen. Die Debatte spiegelte eine spürbare Verschlechterung des Tons in den anglo‑amerikanischen Beziehungen in den vergangenen Wochen wider.
Daneben unterstrich Downing Street, dass die sicherheits‑ und verteidigungspolitische Zusammenarbeit mit den USA von zentraler Bedeutung bleibe. Der Sprecher des Premierministeriums betonte die Langfristigkeit und Unerschütterlichkeit der britischen Position zu den Falklands. Die Verwaltung der Inseln erklärte ihr Vertrauen in die britische Verpflichtung zum Recht auf Selbstbestimmung und verwies auf das Referendum von 2013, in dem die Bewohner den Verbleib als britisches Überseegebiet bekräftigten.
Inzwischen fällt die Veröffentlichung des internen Papiers in eine empfindliche Phase vor einem Staatsbesuch des britischen Königs in Washington. Parlamentarische Stimmen forderten unterschiedliche politische Reaktionen: Einige sahen im geleakten Vorschlag ein Zeichen der Erosion in den Beziehungen, andere warnten, die Bedeutung des Papiers nicht zu überschätzen, solange keine offizielle Änderung der US‑Politik erkennbar sei.