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Offenbar Käufe von Eli‑Lilly‑Aktien im Namen von Präsident Trump – Überschneidung mit Politik zur Ausweitung von GLP‑1‑Behandlungen

Ethik‑Meldungen listen im ersten Quartal 2026 Transaktionen im Umfang von 220 bis 750 Millionen Dollar; darunter sieben Käufe von Eli‑Lilly‑Aktien im Volumen von bis zu 680.000 Dollar.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Offenbar Käufe von Eli‑Lilly‑Aktien im Namen von Präsident Trump – Überschneidung mit Politik zur Ausweitung von GLP‑1‑Behandlungen
Meldungen zeigen Aktienkäufe auf Trumps Namen zeitgleich mit staatlichen Maßnahmen, die Lillys GLP‑1‑Geschäft begünstigten.

Nach Angaben veröffentlichter Ethik‑Meldungen wurden im ersten Quartal 2026 im Namen von US‑Präsident Donald Trump mehrere Tausend Finanztransaktionen gemeldet, deren kumulativer Wert zwischen etwa 220 Millionen und rund 750 Millionen US‑Dollar liegt. Die Listen führen Positionen in großen US‑Konzernen auf und enthalten gezielte Käufe von Papieren des Pharmakonzerns Eli Lilly.

Im Mittelpunkt der Einträge stehen sieben Erwerbe von Eli‑Lilly‑Aktien mit einem Gesamtvolumen von bis zu 680.000 Dollar, die zwischen dem 6. Januar und Ende März vorgenommen wurden. Diese Käufe fallen in einen Zeitraum, in dem staatliche Schritte unternommen wurden, die das Geschäft mit GLP‑1‑Medikamenten begünstigten.

Zugleich setzten Behörden unter der Administration Pilotprogramme und weitere Initiativen um: Die Centers for Medicare & Medicaid Services starteten ein Pilotprogramm zur Ausweitung des Zugangs zu GLP‑1‑Medikamenten für Medicare‑Patienten, zu denen Lillys Präparate Foundayo und Zepbound KwikPen zählen. Außerdem präsentierte die Anfangsphase der Direktvertriebsplattform TrumpRx Medikamente der ersten Hersteller, die Preisvereinbarungen mit der Regierung getroffen hatten, und verwies dabei auch auf LillyDirect.

Daneben heben die Meldungen die zeitliche Überlappung von privaten Wertpapierkäufen und politischen Maßnahmen hervor, ohne in den Unterlagen direkte Verknüpfungen zwischen Handelsentscheidungen und Regierungspolitik auszuweisen. Das Weiße Haus, das Gesundheitsministerium und Eli Lilly haben bislang nicht unmittelbar reagiert.

Die Trump Organization erklärte, die Investitionsbestände des Präsidenten würden ausschließlich über vollständig diskretionäre Konten von Drittinstituten verwaltet, die alleinige Entscheidungsbefugnis über Anlagestrategien und einzelne Transaktionen innehätten. Demnach erhalte der Präsident keine Vorabinformationen zu Handelsaktivitäten und nehme keine Anweisungen zu spezifischen Investitionen vor.