Orbán lässt beschlagnahmtes ukrainisches Bargeld und Gold bis zu 60 Tage verwahren
Ungarische Steuerbehörde soll Herkunft und Zweck einer in Ungarn angehaltenen Lieferung aus der Ukraine untersuchen; Kiew protestiert scharf.
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán hat verfügt, dass eine jüngst von ungarischen Behörden angehaltene Lieferung ukrainischen Bargelds und Goldes bis zu 60 Tage in Verwahrung bleiben soll, während die National Tax and Customs Administration die Angelegenheit untersucht.
Bei der im Transit durch Ungarn beschlagnahmten Sendung handelte es sich um 40 Millionen US-Dollar, 35 Millionen Euro in bar sowie rund neun Kilogramm Gold. Behörden begründeten das Vorgehen mit dem Verdacht auf Geldwäsche.
Videoaufnahmen der ungarischen Antiterror-Einheit zeigten, wie maskierte Einsatzkräfte sieben Mitarbeiter der ukrainischen Staatsbank Oschadbank in zwei gepanzerten Fahrzeugen festnahmen; die Angestellten wurden nach mehr als 24 Stunden aus Ungarn ausgewiesen. Kiew bezeichnete den Transfer als routinemäßige Vermögensverlagerung zwischen Staatsbanken und protestierte gegen die Maßnahme.