Polizist bei Schießerei in Chicagoer Krankenhaus getötet, ein Kollege schwer verletzt
Ein in Gewahrsam befindlicher Mann eröffnete in der Notaufnahme des Endeavor Health Swedish Hospital das Feuer auf Transportbeamte. Ein Polizist starb, ein weiterer liegt kritisch verletzt im Krankenhaus; der mutmaßliche Schütze wurde festgenommen.
Nach Angaben von Polizeivertretern starb ein Chicagoer Polizist, nachdem ein Mann, der sich in Gewahrsam befand und in einem Krankenhaus behandelt werden sollte, in der Notaufnahme mehrere Schüsse auf zwei Beamte abgegeben hatte. Ein zweiter Polizist wurde schwer verletzt und befand sich am Abend weiterhin in kritischem Zustand.
Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht ein Vorfall am Samstagmorgen gegen 10:50 Uhr im Endeavor Health Swedish Hospital im Lincoln‑Square‑Stadtteil, nachdem die Beamten einen Mann zur Beobachtung in die Notaufnahme gebracht hatten. Polizeichef Larry Snelling erklärte, die beiden Getroffenen seien als Transportoffiziere tätig gewesen; der mutmaßliche Schütze wurde später festgenommen und eine Schusswaffe sichergestellt.
Zugleich berichtete das Krankenhaus, das Gelände sei in den Lockdown versetzt worden und Patienten sowie Personal seien in Sicherheit gebracht worden. Demnach war der Mann bei der Aufnahme mit einem Metalldetektor durchsucht worden und wurde von Polizeikräften begleitet. Während seines Aufenthalts in der Notaufnahme sei es zu einer Auseinandersetzung gekommen, in deren Verlauf die Schüsse fielen.
Nach dem Angriff verließ der Mann zunächst das Gebäude, wurde jedoch kurze Zeit später von Einsatzkräften festgenommen. Die Ermittler durchsuchten den Tatort und sicherten Beweismittel, darunter die Waffe, während Fragen zu Motiv und den genauen Abläufen noch offen blieben.
Das Krankenhaus hob hervor, dass die raschen Sicherheitsmaßnahmen dazu beigetragen hätten, weitere Gefährdungen für Patienten und Beschäftigte zu verhindern. Zugleich kündigten Behörden Unterstützung für betroffene Mitarbeiter an; die Stadt stellte psychologische Hilfeleistungen für Einsatzkräfte in Aussicht.
Inzwischen hat die Polizei eine formelle Untersuchung eingeleitet. Weitere Details zur Identität des Verdächtigen und zu den Hintergründen des Angriffs wurden bislang nicht veröffentlicht, während die Versorgung des verletzten Beamten und die Trauer um den getöteten Kollegen die Reaktionen der Stadt prägen.