Pro‑iranische Hacker weiten Angriffe auf Ziele im Nahen Osten aus und dringen auch in die USA vor
Gruppen, die Iran nahestehen, beanspruchen Cyberangriffe auf Unternehmen wie Stryker; Angriffe zielten auf Infrastruktur und Datenzentren in mehreren Ländern.
Pro‑iranische Hackergruppen haben nach Beginn des Kriegs am 28. Februar gezielte Cyberangriffe gegen Ziele im Nahen Osten und vereinzelt gegen Einrichtungen in den USA durchgeführt, wie eine Analyse von betroffenen Vorfällen zeigt.
Eine der Gruppen erklärte, sie habe einen größeren Angriff auf den US‑Medizintechnikhersteller Stryker verübt. Weitere Versuche betrafen das Eindringen in Kameras zur Unterstützung von Zielerfassung, Angriffe auf Datenzentren, industrielle Anlagen in Israel, eine Schule in Saudi‑Arabien und einen Flughafen in Kuwait.
Sicherheitsbeobachter verweisen auf langfristige Investitionen Irans in offensive Cyberfähigkeiten sowie auf Beziehungen Teherans zu verschiedenen Hackergruppierungen. Frühere Vorfälle reichten demnach von E‑Mail‑ kompromittierungen bis zu Angriffen auf Wasseraufbereitungsanlagen und Netzwerke im Verteidigungssektor.
Experten sehen in der Kampagne das Ziel, amerikanische Kriegsanstrengungen zu schwächen, Kosten zu erhöhen und kritische Infrastruktur zu belasten. Die Lage deutet auf ein erhöhtes Risiko für Unternehmen des Verteidigungsbereichs sowie Betreiber kritischer Infrastruktur hin.