Rex Heuermann gesteht acht Morde in Gilgo‑Beach‑Ermittlungen
Der in Manhattan verhaftete Architekt änderte in Riverhead seine frühere Nicht‑Schuldig‑Aussage und gestand, mehrere Frauen getötet und ihre Leichen an der Südküste von Long Island entsorgt zu haben.
- Heuermann gestand Strangulation, den Einsatz von Wegwerftelefonen, das Verpacken von Leichen in Jutesäcken und räumte Dismemberment bei zwei Opfern ein
- die Urteilsverkündung ist für den 17. Juni terminiert.
Nach Angaben aus der Verhandlung in Riverhead hat der wegen der Gilgo‑Beach‑Morde angeklagte Long‑Island‑Architekt Rex Heuermann am Mittwoch seine frühere Nicht‑Schuldig‑Aussage zurückgezogen und umfassend gestanden. Heuermann, der seit seiner Festnahme in Manhattan im Juli 2023 in Haft sitzt, räumte ein, mehrere Frauen getötet zu haben, deren Überreste überwiegend an der Südküste von Long Island entdeckt wurden.
Im Mittelpunkt seiner Aussagen standen Details zur Vorgehensweise: Heuermann gab an, seine Opfer über sogenannte Burner‑Phones kontaktiert und sie mit Geld gelockt zu haben. Danach habe er die Leichen in Jutesäcken verpackt und an Stränden und Marschen entlang der Küste entsorgt, so seine Darstellung vor Gericht.
Zugleich gestand Heuermann, bei zwei der Opfer — Jessica Taylor und Valerie Mack — Leichenteile abgetrennt und diese in Manorville sowie in der Nähe von Gilgo Beach verteilt zu haben. Für die Tat an Melissa Barthelemy in 2009 nannte er als Tötungsweise Strangulation; ähnliche Angaben machte er zu weiteren in der Anklage genannten Opfern.
Daneben erläuterten Staatsanwaltschaft und Verteidigung vor Gericht die Konsequenzen der Plea‑Änderung. Der Pflichtverteidiger Michael Brown erklärte, sein Mandant habe von seinem Recht Gebrauch gemacht, die Erklärung zu ändern, und damit Verantwortung übernommen. Familienangehörige von Opfern sowie Angehörige Heuermanns hatten der Verhandlung beigewohnt.