Rory McIlroy verteidigt Masters‑Titel – gewinnt in Augusta mit einem Schlag Vorsprung
McIlroy verteidigt das Green Jacket und gewinnt das Masters mit 12 unter Par; Scottie Scheffler folgt einen Schlag zurück.
Nach dem Schritt auf das feine Grün von Augusta verteidigte Rory McIlroy erfolgreich seinen Masters‑Titel und zog damit in eine sehr kleine Gruppe von Spielern ein, die das Green Jacket verteidigen konnten. Der 36‑jährige Nordire beendete das Turnier bei 12 unter Par und siegte mit einem Schlag Vorsprung vor Scottie Scheffler, nachdem er die Finalrunde mit einer 71 gespielt hatte.
Zugleich stand McIlroy unter erheblichem Druck. Früh in der Schlussrunde kostete ihn ein Doppelbogey an der 4. Spielbahn sowie ein weiterer Schlagverlust am 6. Loch eine zuvor komfortable Führung. Unter starkem Wind und zunehmender Erwartungshaltung bewies er jedoch mentale Stärke und antwortete mit Birdies an den Bahnen 7 und 8, die sein Turnier wieder in Fahrt brachten.
Inzwischen setzte er ein deutliches Signal an der berüchtigten 12., wo ein Birdie den Abstand zur Konkurrenz vergrößerte. Ein weiterer Birdie am Par‑5 des 13. Lochs – begünstigt von einem langen Drive – brachte McIlroy drei Schläge in Führung und verschaffte ihm entscheidenden Spielraum für die Schlusslöcher. Auf den langen Bahnen 15 und 16 geriet er nochmals in Bedrängnis; ein wichtiger Par‑Save am 16. hielt ihn jedoch weiter an der Spitze.
Gleichzeitig blieb die Spannung bis zum Ende hoch: McIlroy musste die letzten drei Löcher in einem Schlag über Par beenden, um ein Playoff zu vermeiden, und genau das gelang ihm. Scheffler, lange Zeit die größte Gefahr für McIlroy, blieb schließlich einen Schlag zurück. Auf dem geteilten dritten Rang landeten Tyrrell Hatton, Justin Rose, Russell Henley und Cameron Young bei 10 unter Par.
Daneben war der Triumph auch ein emotionaler Moment für McIlroy. Bei der Siegerehrung würdigte er seine Familie; seine Eltern verfolgten die Zeremonie vor Ort, und der Sieger zeigte sich bewegt, als er über den erneuten Erfolg in Augusta sprach. Der Verlauf der Finalrunde machte erneut deutlich, wie eng Erfolg und Misserfolg auf diesem Platz beieinanderliegen: kleine Fehler genügten, um Führungen zu verspielen, während nur konsequente Nerven den Sieg sicherten.