Russlands Botschafter in London kritisiert US‑Strategie im Iran‑Konflikt als misadventure
Andrey Kelin stellt das Ende und die Zielsetzung der US‑Operationen gegen Iran infrage und betont Russlands Verbundenheit mit Teheran.
Der russische Botschafter in London, Andrey Kelin, hat die Militäraktionen der USA und Israels gegen den Iran als misadventure bezeichnet und Zweifel an einer klaren Ausstiegsstrategie der US‑Regierung angemeldet. Kelin sagte, Russland teile viel Sympathie mit Iran und hinterfragte die Zielsetzung der Operationen, während der Konflikt in seine dritte Woche trete.
Kelin verwies zugleich auf die enge strategische Beziehung zwischen Moskau und Teheran und betonte umfangreiche Kommunikation in verschiedenen Bereichen, ohne militärische Verbindungen konkret zu kommentieren. Er bezog sich außerdem auf anhaltende schwere Angriffe im Iran sowie erhebliche Störungen der Schifffahrt durch die Straße von Hormus.
Die US‑Regierung nennt als Ziele der Operation die Zerstörung iranischer ballistischer Raketenbestände und Produktionskapazitäten, Einschränkung der Marinefähigkeiten, Unterbindung von Unterstützung für Proxy‑Gruppen und die Verhinderung einer iranischen Atombewaffnung. Kelin forderte indirekt ein Ende der Eskalation und brachte zugleich Zweifel an der politischen Linie Washingtons vor.