San Diego Padres stehen Berichten zufolge vor MLB‑Rekordverkauf an Clearlake‑Mitbegründer
José E. Feliciano und seine Frau Kwanza Jones sollen den Klub für 3,9 Milliarden US‑Dollar übernehmen; der Verkauf braucht die Zustimmung von mindestens 75 Prozent der MLB‑Eigentümer.
Nach Angaben mehrerer Berichte stehen die San Diego Padres kurz vor dem Verkauf an eine Gruppe um José E. Feliciano, Mitbegründer von Clearlake Capital, und seine Frau Kwanza Jones. Das angebotene Kaufpreisangebot soll bei 3,9 Milliarden US‑Dollar liegen und würde damit einen neuen Rekord für einen Verkauf in der Major League Baseball markieren.
Im Mittelpunkt der noch nicht abgeschlossenen Transaktion steht die Zustimmung der übrigen Klubbesitzer: Für die Wirksamkeit des Geschäfts ist die Zustimmung von mindestens 75 Prozent der 30 MLB‑Eigentümer erforderlich. Zu den in den Berichten als Finalisten genannten Bietern zählten demnach unter anderem Dan Friedkin, Tom Gores und Joe Lacob.
Die mögliche Übernahme würde einen Schlusspunkt unter eine umstrittene Verkaufsphase setzen, die begann, als die Seidler‑Familie im November erklärte, den Klub zum Verkauf prüfen zu wollen. Nach dem Tod des Vorsitzenden Peter Seidler im Jahr 2023 waren innerhalb der Familie Auseinandersetzungen entbrannt; Sheel Seidler hatte Klagen gegen Familienmitglieder eingereicht, mit dem Ziel, die Kontrolle über den Klub zu sichern. Ein Großteil dieser Klageansprüche wurde nach den Berichten Anfang dieses Jahres fallengelassen, und John Seidler fungiert derzeit als Kontrollperson des Teams.
Feliciano wird in Berichten ein geschätztes Vermögen von rund 3,9 Milliarden Dollar zugeschrieben. Gemeinsam mit Clearlake hält er demnach mehr als 60 Prozent an Chelsea FC; zum weiteren Besitzerkreis zählen nach den vorliegenden Informationen Mark Walter, Todd Boehly und Hansjörg Wyss. Die Padres selbst präsentierten sich sportlich zuletzt vergleichsweise stabil: In den vergangenen sechs Spielzeiten erreichten sie viermal die Playoffs und spielten 2022 in der National League Championship Series.
Zugleich würde ein Verkauf zu diesem Preis die bisherigen Maßstäbe im Baseball verschieben: Der bisherige Rekord lag bei 2,42 Milliarden Dollar, die 2020 für die New York Mets gezahlt wurden. Ob der gemeldete Abschluss zustande kommt, hängt nun von der formalen Zustimmung der Liga und ihrer Eigentümer ab.