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Schwarz‑Gruppe und EIB investieren in Düsseldorfer Quantencomputer‑Startup Eleqtron

Eleqtron sichert sich 57 Mio. Euro Series‑A; Schwarz Digits und Europäische Investitionsbank halten jeweils 8,7 Prozent; Kapital soll industrielle Skalierung und Cloud‑Geschäft vorantreiben.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Schwarz‑Gruppe und EIB investieren in Düsseldorfer Quantencomputer‑Startup Eleqtron
Mit der Series‑A‑Finanzierung will Eleqtron den Übergang von Laborlösungen zu standardisierten Produkten schaffen und künftig Rechenzeit über Cloud‑Dienste anbieten.

Nach Angaben des Handelsblatts hat das Düsseldorfer Quantencomputer‑Startup Eleqtron eine Series‑A‑Runde über 57 Millionen Euro abgeschlossen. Hauptinvestor ist die Schwarz‑Gruppe über ihre Digitalsparte Schwarz Digits; parallel dazu beteiligte sich die Europäische Investitionsbank (EIB) in vergleichbarer Höhe. Zu den weiteren Geldgebern zählt der Wagniskapitalgeber Earlybird, der das Unternehmen bereits in frühen Phasen unterstützt hatte.

Im Zuge einer Kapitalerhöhung erwarben die neuen Investoren zusammen 28 Prozent der Geschäftsanteile. Schwarz Digits und die EIB kommen dem Handelsregister zufolge jeweils auf einen Anteil von 8,7 Prozent. Zu den finanziellen oder vertraglichen Details der Transaktion machten die Beteiligten keine Angaben. Unter Einrechnung möglicher Fördermittel taxiert das Handelsblatt die Bewertung des Start‑ups auf bis zu 200 Millionen Euro.

Eleqtron‑Geschäftsführer Jan Henrik Leisse sagte, das frische Kapital solle vor allem die industrielle Skalierung der Technologie vorantreiben. Das Unternehmen strebe an, sich von projektbezogenen Einzelentwicklungen zu standardisierten Produkten zu bewegen. Langfristiges Ziel sei, nicht mehr einzelne Systeme zu veräußern, sondern Rechenzeit als Dienstleistung über Cloud‑Angebote an Kunden zu vermarkten.

Zugleich kommt die Finanzierung zu einer Phase, in der Quantencomputer bislang nur begrenzt für kommerzielle Einsätze geeignet sind. Eleqtron positioniert sich darauf, die Technik marktreif zu machen und konkrete Einsatzszenarien zu entwickeln, die sich industriell skalieren lassen. Earlybird bleibt als früherer Unterstützer beteiligt und ergänzt die strategischen Investoren um Finanzkapital.

Unmittelbare operative Details wie Zeitpläne für Produkteinführungen, konkrete Pilotprojekte oder Absatzvereinbarungen wurden nicht genannt. Die Beteiligung der Schwarz‑Gruppe weist jedoch auf das Interesse eines großen deutschen Handelskonzerns an quantenbasierten Technologien und an Geschäftsmodellen hin, die Rechenkapazität als Dienstleistung anbieten.