Senatorin Susan Collins offenbart langjährigen benignen Tremor im Wahlkampf
Die Senatorin aus Maine sagte, das Zittern treffe Hände, Kopf und Stimme, beeinträchtige ihre Arbeit jedoch nicht.
Nach Angaben von Senatorin Susan Collins leidet sie seit Jahrzehnten an einem sogenannten essenziellen Tremor, einer gutartigen Erkrankung, die Hände, Kopf und Stimme zum Zittern bringen kann. Die 73-jährige Republikanerin aus Maine bestätigte die Diagnose erstmals öffentlich, nachdem Fragen zu ihrem Gesundheitszustand nach Auftritten in Kampagnenvideos aufgekommen waren.
Im Mittelpunkt ihrer Erklärung stand die Feststellung, dass es sich nicht um eine neurodegenerative Krankheit handele und die Störung ihre Arbeitsfähigkeit nicht beeinträchtige. Collins sagte, das Zittern sei gelegentlich lästig und mache sie manchmal zur Zielscheibe harscher Kommentare in sozialen Medien, habe ihre Amtsführung über die Jahre jedoch nicht behindert.
Zugleich betonte die Senatorin, sie habe den Tremor während ihrer gesamten fast drei Jahrzehnte währenden Tätigkeit im Senat gehabt. Die Offenlegung erfolgte inmitten eines Wahljahres, in dem Gesundheitsthemen und das Alter von Kandidaten verstärktes öffentliches Interesse erhalten. Collins steht in Maine vor einer harten Wiederwahl; ihr Sitz zählt zu denen, die die Demokraten brauchen würden, um die Mehrheit im Senat zurückzugewinnen.
Die Bekanntgabe folgte einem Gespräch mit dem lokalen Fernsehsender WCSH-TV, in dem Collins auf Fragen zu ihren Auftritten reagierte. Sie verwies auf die weite Verbreitung des essenziellen Tremors, der Millionen Amerikaner über 40 betreffe, und unterstrich, dass die Erkrankung in der Regel nicht dieselbe Entwicklung nehme wie neurodegenerative Leiden.
In der Auseinandersetzung um die Gesundheit von Amtsträgern haben in den vergangenen Jahren Entscheidungen und öffentliche Diskussionen prominenter Politiker für zusätzliches öffentliches Interesse gesorgt. Collins’ Stellungnahme verlagert die Debatte nun auf die gesundheitliche Transparenz im laufenden Wahlkampf in Maine und konzentriert sich auf die Frage, wie persönliche Gesundheitsfragen die Wahrnehmung von Kandidaten beeinflussen.