Spirit beginnt monatelange Abwicklung nach größtem Airline‑Zusammenbruch einer Generation
Die Billigairline legte in New York einen Wind‑Down‑Haushalt von rund 217 Millionen Dollar vor; der Betrieb war bereits eingestellt, Tausende Passagiere und Beschäftigte betroffen.
Im Mittelpunkt des Haushalts stehen Mittel für Personal- und flugzeugspezifische Kosten. Das Paket enthält mehr als 52 Millionen Dollar für Mitarbeiterkosten bis Juli sowie weitere mehr als 52 Millionen Dollar für Ausgaben im Zusammenhang mit der vorhandenen Flotte. Angaben zu den Flugzeugen zeigen, dass Spirit zuletzt zahlreiche A320 und A321 in Betrieb und in Lagerung hatte; ein großer Teil der Flotte war geleast.
Nach dem Schritt, den Flugbetrieb einzustellen, entstanden weitreichende Folgen für Passagiere und Beschäftigte. Spirit hatte in den Tagen vor der Schließung etwa 50.000 Menschen befördert; infolge des Zusammenbruchs fielen rund 17.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze weg. Andere US‑Airlines übernahmen daraufhin zehntausende gestrandete Reisende und halfen bei der Umbuchung, wodurch viele Kunden kurzfristig transportiert wurden.
Zugleich wurde die Entscheidung zum Stopp der Flüge durch plötzliche Kostensteigerungen beeinflusst. Der Anwalt von Spirit führte vor Gericht aus, dass ein sprunghafter Anstieg der Jet‑Kraftstoffpreise nach den US‑Israel‑Angriffen auf den Iran im Februar dem Betreiber in den Monaten März und April etwa 100 Millionen Dollar an zusätzlichen Kosten beschert habe. Diese Belastungen trugen nach Ansicht der Unternehmensvertretung zur sofortigen Betriebseinstellung bei.
Inzwischen kommentierte der zuständige Richter die humanen Folgen der Schließung und betonte die hohe Belastung für Beschäftigte und deren Familien. Er forderte Antworten auf offene Fragen und wies darauf hin, dass der Abwicklungsprozess Monate dauern werde, während Gläubigeransprüche und Vermögenswerte im Konkursverfahren geklärt werden. Der Weg zur endgültigen Abwicklung bleibt damit lang und komplex.