Tankstellen-Angestellter in Michigan schreitet ein und hilft, entführtes Mädchen zu befreien
Ein Tankstellenmitarbeiter stellte sich zwischen eine 16‑Jährige und einen mutmaßlichen Entführer; Einsatzkräfte nahmen den Verdächtigen noch im Laden fest.
Nach Angaben der Hamtramck-Polizei spielte ein Angestellter einer Sunoco‑Tankstelle im Großraum Detroit eine zentrale Rolle bei der Befreiung einer 16‑jährigen Schülerin, die am Morgen des 13. April offenbar mit einer Waffe entführt worden war. Die Jugendliche wartete demnach auf den Schulbus, als ein unbekannter Mann sie ansprach und mit sich nahm.
Zugleich brachte der mutmaßliche Entführer das Mädchen in die Tankstelle, wo der Angestellte Abdulrahman Abohatem Dienst tat. Abohatem wurde misstrauisch, als der Mann die Schülerin aufforderte, Zigaretten zu bezahlen. Die Jugendliche soll ihm laut Darstellung stumm das Wort »Hilfe« zugeatmet haben; daraufhin verließ Abohatem den Schutzbereich hinter dem Tresen, stellte sich zwischen die beiden und forderte den Mann auf, das Geschäft zu verlassen.
Inzwischen hatten einige Mitschülerinnen und Mitschüler, die die Entführung beobachtet hatten, offenbar den Standort des Handys des Mädchens ermittelt und diese Information an die Polizei weitergegeben. Polizeikräfte trafen am Sunoco ein, während Abohatem den Mann hinausbegleitete; beim Eintreffen der Beamten deutete der Angestellte auf den Verdächtigen und machte ihn so zum Ziel der Festnahme.
Gleichzeitig identifizierte die Hamtramck-Polizei den Festgenommenen als Donald Fields, 48 Jahre alt und als verurteilter Sexualstraftäter registriert. Die Staatsanwaltschaft erhob demnach Anklagen wegen schwerer Sexualdelikte, Entführung, unerlaubten Waffenbesitzes, schwerer Körperverletzung sowie wegen des Status als Wiederholungstäter; ein Richter ordnete Untersuchungshaft ohne Kaution an.
Unterdessen wurde das Mädchen der Familie zurückgegeben. Die Schulleitung der betroffenen Frontier International Academy zeigte sich erleichtert über die sichere Rückkehr der Schülerin und würdigte die schnelle Festnahme. Polizeichef Hussein Farhat hob das Eingreifen der Beteiligten als entscheidend hervor und warnte zugleich, dass die Situation deutlich schlimmer hätte enden können.
Daneben rückte das Geschehen die Bedeutung aufmerksamen Handelns in den Blick: Die Kombination aus dem mutmaßlich couragierten Verhalten von Abohatem und der schnellen Ortung durch Mitschülerinnen und Mitschüler ermöglichte nach Darstellung der Behörden eine rasche Intervention. Aussagen zufolge empfanden einige Beteiligte das Eingreifen als lebensrettend; Abohatem wurde in der Folge von Mitgliedern seiner Gemeinschaft unterstützt.