Trump‑Administration löscht umfangreiche Bundesdaten – Experten warnen vor Folgen für Umwelt- und Gesundheitsschutz
Behördliche Online‑Tools, fortlaufende Erhebungen und Personal für Datensammlung wurden eingeschränkt oder entfernt; betroffene Informationen betreffen Umweltrisiken, Schwangerschaftsüberwachung und Ernährungsversorgung.
Nach Angaben von Experten hat die Trump‑Administration im vergangenen Jahr systematisch Bundesdatensätze, Zugangs‑Tools und Personalressourcen verändert oder entfernt. Die Maßnahmen zielten demnach auf Programme und Begriffe ab, die als racial equity, gender ideology oder climate extremism bezeichnet wurden, wodurch historische Informationsbestände geschwächt würden. Diese Eingriffe betreffen nicht nur einzelne Dateien, sondern ganze Werkzeuge und laufende Erhebungen, die Forscher und Gemeinden für Analysen und Vorsorgemaßnahmen nutzten.
Zugleich sind Online‑Instrumente der Environmental Protection Agency (EPA) abgeschaltet worden, darunter das Risiko‑Management‑Programm (RMP), über das Anwohner per Postleitzahl prüfen konnten, ob sich in ihrer Nähe Anlagen mit gefährlichen, teils krebserregenden Chemikalien befinden. Das Tool wurde bereits im April abgeschaltet; die entsprechenden Informationen sind nach Angaben von Beobachtern nur noch in ausgewählten EPA‑Leseräumen in Papierform einsehbar. Für viele Menschen entfällt damit ein unkomplizierter Zugang zu relevanten Sicherheitsdaten.
Inzwischen warnen Aktivisten und Forschende, dass der Wegfall solcher Instrumente Umweltgerechtigkeits‑Communities besonders trifft. Bewohnerinnen und Bewohner in der Nähe petrochemischer Ballungsräume, etwa entlang des Houston Ship Channel, verloren damit ein niedrigschwelliges Mittel zur schnellen Risikoabschätzung. Ohne einfache Online‑Zugänge sinke die Chance, auf akute Gefahrenlagen rasch zu reagieren oder Betroffene rechtzeitig zu informieren, heißt es von lokalen Vertretern.
Daneben sind laufende Erhebungen wie das Pregnancy Risk Assessment Monitoring System (PRAMS) betroffen, einer zentralen nationalen Untersuchung zu Erfahrungen von Frauen vor, während und nach der Schwangerschaft. Forschende nutzten diese Daten, um Fragen zu Frühgeburten, Stillquoten sowie den Einflüssen von Armut und fehlender bezahlter Elternzeit zu analysieren. Einschränkungen oder Löschungen mindern demnach die Möglichkeit, Trends zu erkennen und evidenzbasierte politische Maßnahmen zu begründen.