Trump droht Iran erneut mit «überwältigender» Militärgewalt vor Ablauf des Waffenstillstands
Kurz vor dem Ablauf eines befristeten Waffenstillstands verschärft US‑Präsident Donald Trump seine Drohungen gegen Teheran; gleichzeitig bereitet eine US‑Delegation eine Rückkehr nach Islamabad für mögliche Gespräche vor.
Nach Angaben US‑amerikanischer Medien hat Präsident Donald Trump kurz vor dem Auslaufen eines zweiwöchigen Waffenstillstands Iran erneut mit überwältigender Militärgewalt gedroht. In Telefonaten mit Reportern erklärte er demnach, «lots of bombs [will] start going off»; zuvor habe er gesagt, das «ganze Land» werde «weggesprengt», falls Teheran kein Abkommen unterzeichne. Als mögliche Ziele nannte er Brücken und Kraftwerke.
Zugleich steht das fragliche Abkommen vor dem Ende seiner Laufzeit am kommenden Dienstagabend. Der kurzzeitige Waffenstillstand war am Abend des 7. April vereinbart worden; seitdem beschuldigen sich beide Seiten wiederholt gegenseitig der Verstöße. Trumps markante Warnungen erhöhen den Druck in einer Phase, in der diplomatische Bemühungen fortgesetzt werden sollen.
Nach dem Schritt, eine Fortsetzung der Verhandlungen vorzubereiten, plant eine US‑Delegation eine Rückkehr nach Islamabad für eine mögliche zweite Gesprächsrunde. Angehörige der Delegation sollen demnach bald dorthin reisen; an der ersten Verhandlungsrunde Anfang April hatten Vizepräsident J.D. Vance sowie die Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner teilgenommen. Diese erste Sitzung endete nach rund 21 Stunden ohne Einigung. Trump bestätigte, dass dieselben Vertreter für die geplante zweite Runde vorgesehen sind.
Gleichzeitig haben die Drohungen Trumps die maritimen Spannungen in der Region verschärft. Der Präsident teilte mit, die US‑Marschflotte blockiere iranische Häfen nahe der Straße von Hormus, und berichtete zudem, die US‑Marine habe ein iranisch gezeichnetes Frachtschiff angegriffen und in Gewahrsam genommen. Solche Vorfälle verstärken die Unsicherheit über den Fortbestand der vorläufigen Feuerpause und über die Stabilität der Lage insgesamt.
Daneben bleibt die Lage sowohl diplomatisch als auch militärisch volatil: Die Kombination aus scharfer Rhetorik, widersprüchlichen Signalen zur Verhandlungsbereitschaft und maritimen Konfrontationen macht einen geregelten Ablauf weiterer Gespräche schwer vorhersehbar. Vor dem Ablauf der Frist wächst damit der Druck auf beide Seiten, eine Einigung zu finden oder die Konsequenzen eines Scheiterns zu tragen.