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Trump: Ich war eine Stunde entfernt von Entscheidung für Iran-Angriff, dann verschoben

US-Präsident Donald Trump sagte, er sei am Dienstag kurz davor gewesen, einen Angriff auf Iran zu befehlen, habe den Einsatz aber um einige Tage verschoben, nachdem ihn regionale Führer um Aufschub gebeten hätten.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Trump: Ich war eine Stunde entfernt von Entscheidung für Iran-Angriff, dann verschoben
  • Trump erklärte, die Entscheidung sei bereits gefallen gewesen
  • er begründete die Verschiebung mit Bitten aus dem Nahen Osten und betonte zugleich die Notwendigkeit, iranische Nuklearbemühungen zu stoppen.

Nach Angaben des Weißen Hauses versicherte Präsident Donald Trump am Dienstag, er sei nur noch etwa eine Stunde davon entfernt gewesen, den Befehl zu einem Angriff auf Iran zu erteilen, habe die Operation jedoch aufgeschoben, nachdem ihn mehrere regionale Führungspersonen um mehr Zeit gebeten hätten. Er sagte Reportern, die Vorbereitungen seien bereits getroffen gewesen: Ohne die Bitte um Verschiebung wäre der Schlag «jetzt» erfolgt.

Im Mittelpunkt von Trumps Darstellung stand die Behauptung, dass Verbündete aus dem Nahen Osten um Aufschub angesichts noch laufender Gespräche mit Iran gebeten hätten. Zuvor habe es keine klare öffentliche Ankündigung gegeben, dass ein Angriff unmittelbar bevorstand; Vertreter aus Golfstaaten hätten zudem angegeben, nicht über ein unmittelbar geplantes Vorgehen informiert gewesen zu sein.

Nach dem Schritt sagte Trump weiter, er habe die Entscheidung getroffen gehabt, sei dann aber kontaktiert worden und um eine Verschiebung von «einigen Tagen» gebeten worden, weil Gegner als vernünftiger eingeschätzt würden. Er nannte einen begrenzten Zeitraum, in dem Iran zur Rückkehr an den Verhandlungstisch bewogen werden solle, und verknüpfte die Frist mit der Notwendigkeit, eine nukleare Bedrohung zu verhindern.

Gleichzeitig verteidigte der Präsident die grundsätzliche Zielsetzung möglicher Operationen und betonte, viele Amerikaner würden ein Vorgehen unterstützen, wenn es darum gehe, Waffen zu verhindern, die ganze Städte bedrohen könnten. Seine Aussagen fielen vor dem Hintergrund eines weiterhin brüchigen Waffenstillstands zwischen den Konfliktparteien und wiederholter Drohungen mit weiteren militärischen Schritten.

Unterdessen bleibt unklar, welche konkreten nächsten Schritte das Weiße Haus plant; Trump nannte mögliche Fristen von zwei bis drei Tagen oder bis Anfang nächster Woche, ohne Details zu militärischen Maßnahmen zu nennen. Die Erklärung erhöht den Druck auf die Regierung, da innenpolitische Kritiker und internationale Partner inzwischen Forderungen nach Klarheit und Deeskalation vorbringen.