Trump trifft Xi in Peking bei heiklem Gipfel — Iran‑Konflikt und Taiwan im Fokus
Donald Trump reist zu einem zweitägigen Gipfel nach Peking, begleitet von führenden US‑Wirtschaftsvertretern; der Krieg im Iran überschattet die Gespräche.
Nach Angaben ist Donald Trump am Mittwochabend in Peking erwartet worden; es handelt sich um den ersten Besuch eines amtierenden US‑Präsidenten in China seit fast zehn Jahren. Geplant sind zwei Tage intensiver Gespräche mit Staatspräsident Xi Jinping, bei denen beide Seiten Bilanz ziehen und schwierige Themen der bilateralen Beziehung ansprechen wollen.
Im Mittelpunkt der Verhandlungen steht der Krieg im Iran, der die Gespräche nach Angaben stark überschatten soll. Der Konflikt hat die internationale Sicherheit belastet und zieht weitere regionale Fragen nach sich; US‑Vertreter haben demnach über Wochen versucht, China dazu zu bewegen, Druck auf Teheran auszuüben, damit die Sperrung der Straße von Hormuz beendet und Verhandlungsbereitschaft gefördert wird.
Zugleich reist Trump mit einer Delegation von mehr als einem Dutzend US‑Wirtschaftsführern, darunter Elon Musk von Tesla und Tim Cook von Apple, was die ökonomische Komponente des Besuchs betont. Beide Regierungen zeigen Interesse an verstärkter wirtschaftlicher Kooperation, obwohl die strategische Rivalität fortbesteht; ein im vergangenen Herbst geschlossener, fragiler Tariffrieden bildet dabei die aktuelle Grundlage für Gespräche.
Die Handelsagenda umfasst die bekannten Streitpunkte: Trump kritisiert das chinesische Handelsungleichgewicht, während Peking US‑Exportkontrollen und Sanktionen ablehnt. Diese Differenzen sollen beim Gipfel zur Sprache kommen, doch angesichts der übergreifenden geopolitischen Spannungen wird eine rasche Lösung als schwierig eingeschätzt.
Insgesamt wird der Besuch als Balanceakt zwischen strategischer Rivalität und pragmatischer Kooperation gesehen. Die Gespräche könnten kurzfristig zur Entspannung beitragen oder zumindest eine Grundlage für weiterführende Verhandlungen schaffen; gleichzeitig sind die Entwicklungen im Nahen Osten und die Frage Taiwan unmittelbare Prüfsteine für mögliche Zugeständnisse auf beiden Seiten.