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US-Behörden wollen Todesstrafe für Angeklagten nach tödlichem Angriff vor Washingtoner jüdischem Museum

Staatsanwaltschaft erhebt Bundesanklage wegen Mordes und Hassverbrechen; Ermittler bezeichnen die Tat als geplant

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Titelbild: US-Behörden wollen Todesstrafe für Angeklagten nach tödlichem Angriff vor Washingtoner jüdischem Museum
Die US-Justiz beantragt die Todesstrafe gegen Elias Rodriguez, dem die Ermordung zweier Mitarbeiter der israelischen Botschaft vorgeworfen wird.

Nach Angaben der Bundesstaatsanwaltschaft hat das US-Justizministerium die Beantragung der Todesstrafe gegen Elias Rodriguez angekündigt. Ihm werden Mord und ein tödliches Hassverbrechen vorgeworfen; die Anklage bezieht sich auf die Schüsse vor dem Capital Jewish Museum in Washington im Mai 2025, bei denen zwei Mitarbeiter der israelischen Botschaft getötet worden sein sollen.

Im Mittelpunkt der Anklage stehen Yaron Lischinsky und Sarah Milgrim, die das Museum nach einer Veranstaltung verließen und anschließend erschossen wurden. Milgrim war US-Staatsbürgerin; Lischinsky war israelischer Staatsbürger und arbeitete in den USA. Den Ermittlern zufolge richteten sich die Vorwürfe direkt gegen Rodriguez für die Tötung beider Personen.

Nach dem Schritt, den Ermittler als geplant beschrieben, sei Rodriguez aus Chicago in die Region Washington gereist und habe eine Schusswaffe im aufgegebenen Gepäck mitgeführt. Zeugen berichteten, er habe vor dem Museum auf und ab gegangen, sich einer Gruppe genähert und dann das Feuer eröffnet. Überwachungsvideos sollen zeigen, wie er näher an die am Boden liegenden Opfer trat, zusätzliche Schüsse abgab und offenbar nachlud, bevor er weglief.

Zugleich dokumentiert die Anklage, dass der Beschuldigte während der Tat 'Free Palestine' gerufen habe und später gegenüber der Polizei erklärt haben soll, er habe 'für Palästina, für Gaza' gehandelt. Die Bundesanklage enthält eine Mitteilung über besondere Feststellungen, die der Staatsanwaltschaft ermöglicht, die Todesstrafe zu verfolgen. Damit verbunden ist die Notwendigkeit, im Verfahren nachzuweisen, dass die Tat antisemitisch motiviert war, damit die Hassverbrechensvorwürfe Bestand haben.

Die Schüsse lösten im Kongressbezirk Empörung aus; Abgeordnete beider großen Parteien verurteilten die Tötungen. Die US-Staatsanwältin für den District of Columbia betonte, politische Gewalt in der Hauptstadt werde nicht geduldet und Täter würden zur Rechenschaft gezogen. Der Ankündigung der Todesstrafeforderung folgt nun ein Bundesverfahren, in dem die Beweisaufnahme und die Bewertung der Motive zentral sein werden.