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US‑KI‑Chiphersteller Cerebras bereitet offenbar IPO‑Einreichung vor

Cerebras will offenbar noch am Freitag S‑1‑Unterlagen für einen Börsengang einreichen; die jüngsten Finanzierungsrunden und ein ausgebauter Vertrag mit OpenAI prägen die Perspektive.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: US‑KI‑Chiphersteller Cerebras bereitet offenbar IPO‑Einreichung vor
  • Cerebras soll die S‑1‑Einreichung vorbereiten
  • OpenAI habe seine Geschäftsbeziehung deutlich ausgeweitet und erhält demnach auch Warrants.

Nach Angaben von mit der Angelegenheit vertrauten Personen plant der US‑Chiphersteller Cerebras, noch am Freitag die S‑1‑Unterlagen für einen Börsengang einzureichen. Das Unternehmen stellt großskalige Prozessoren her und bietet darüber hinaus cloudbasierte Zugänge an, mit denen Betreiber KI‑Modelle betreiben können. Interne Vorbereitungen für die Einreichung liefen demnach bereits.

Zugleich warf eine im Februar bekanntgegebene Finanzierungsrunde ein Schlaglicht auf Cerebras' Bewertung: Investoren taxierten das Unternehmen dabei mit 23 Milliarden US‑Dollar. In den vergangenen Jahren sammelte Cerebras wiederholt hohe Summen ein; zuvor lag die Bewertung bei früheren Runden deutlich niedriger, bevor das Unternehmen seine Marktposition ausbaute.

Wesentlich für die Geschäftsaussichten ist die ausgeweitete Beziehung zu OpenAI. Demnach plant OpenAI Ausgaben in Höhe von mehr als 20 Milliarden US‑Dollar für Produkte von Cerebras und erhält zusätzlich Warrants, mit denen Anteile an Cerebras gekauft werden können. Bereits zuvor war eine Vereinbarung angekündigt worden, die bis 2028 Rechenleistung in einem Volumen von bis zu 750 Megawatt und einen Rahmenwert von mehr als zehn Milliarden Dollar vorsah.

Das Unternehmen hatte 2024 erste Schritte in Richtung Börsengang angekündigt, zog die Unterlagen aber im vergangenen Jahr zurück, um zusätzliche Angaben zu Geschäftsentwicklung und Strategie aufzunehmen. Seither hat Cerebras seine Aktivitäten erweitert und bietet seine Chips nicht länger nur als reine Hardwarelieferungen an, sondern betreibt sie auch als Cloudservice in eigenen Rechenzentren für Kunden.

Das 2016 gegründete Startup mit Sitz in Sunnyvale, Kalifornien, wird von Andrew Feldman geführt, der zuvor Serverfirmen geleitet und verkauft hatte. Zu den Investoren zählt nach den Angaben auch OpenAI‑Chef Sam Altman. Daneben positioniert sich Cerebras mit seiner speziellen Architektur als Nischenanbieter neben marktführenden GPU‑Herstellern und setzt vor allem auf besonders hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit bei großskaligen Modellen.