US-Politiker reagieren entsetzt auf Trumps vulgäre Drohung gegen Iran
Nach einer expliziten, ausfallenden Drohung des Präsidenten gegen den Iran warnen Abgeordnete und Senatoren vor Gefährdung von Verbündeten und einer möglichen Eskalation.
Nach Angaben von Abgeordneten und Senatoren hat eine ausfallende Drohung des Präsidenten gegenüber dem Iran in Washington scharfe Kritik und Besorgnis ausgelöst. Auf seiner Plattform forderte der Präsident den Iran ultimativ auf, die Straße von Hormus zu öffnen, und drohte zugleich mit Angriffen auf Energie- und Verkehrsinfrastruktur. Politiker beider Lager bezeichneten das Vorgehen als impulsiv und gefährlich und warnten vor den weitreichenden Konsequenzen solcher öffentlichen Ankündigungen.
Im Mittelpunkt der Kritik stand auch der offene Bruch mit früheren Verbündeten: Die frühere Unterstützerin Marjorie Taylor Greene verurteilte die Äußerungen des Präsidenten scharf. Sie forderte Regierungsmitglieder mit religiöser Selbstzuschreibung zum Eingreifen auf und warf dem Präsidenten vor, von Wahlversprechen abzuweichen, Auslandseinsätze zu meiden. Greene argumentierte, die geplanten Angriffe träfen die iranische Zivilbevölkerung und stünden im Widerspruch zu erklärten politischen Grundsätzen.
Gleichzeitig spitzten sich die Tonlagen im Kongress zu. Der Führer der Senatsminderheit bezeichnete die öffentliche Tirade des Präsidenten als das Verhalten eines unbeherrschten Mannes und hob damit die rhetorische Zuspitzung und das Risiko internationaler Isolation hervor. Ein unabhängiger Senator nannte die Stellungnahme gefährlich und forderte ein sofortiges Eingreifen des Kongresses, während ein anderer Senator Kabinettsmitglieder anwies, die Prüfung des 25. Zusatzartikels als Option zu erwägen, falls Zweifel an der Amtsfähigkeit bestünden.
Daneben meldete das iranische Präsidialamt sachliche Bedingungen für eine Wiederöffnung der Wasserstraße: Der stellvertretende Kommunikationschef Mehdi Tabatabaei sagte, Teheran werde die Straße von Hormus nur gegen Entschädigungen und anhand eines neuen Abrechnungssystems wieder freigeben. Er kritisierte die Drohungen als Ausdruck von Verzweiflung und warnte, Angriffe auf zivile Infrastruktur würden die Lage weiter verschärfen.