US-Senat kippt Biden-Ära-Moratorium für Bergbau nahe Boundary Waters
Der Senat kippte mit 50 zu 49 Stimmen ein 20‑jähriges Bergbaumoratorium im Superior National Forest nahe den Boundary Waters. Das Votum erleichtert Chancen für Twin Metals, lässt aber juristische und Genehmigungsfragen offen.
- Knappe Mehrheit hebt 2023 verhängtes Verbot auf
- Twin Metals begrüßt Entscheidung, Umweltgruppen sprechen von schwerwiegenden Risiken.
Nach Angaben aus Washington stimmte der US‑Senat am Donnerstag mit 50 zu 49 Stimmen dafür, ein 20 Jahre altes Moratorium für Bergbauaktivitäten in Teilen des Superior National Forest aufzuheben. Das Verbot war 2023 unter der Biden‑Administration über rund 225.000 Acres rund um die Boundary Waters Canoe Area Wilderness verhängt worden; zuvor hatte das Repräsentantenhaus die Aufhebung bereits gebilligt.
Gleichzeitig bedeutet die Abstimmung einen politischen Gewinn für Twin Metals Minnesota, eine Tochter des chilenischen Bergbaukonzerns Antofagasta PLC, das den Bau einer Kupfer‑ und Nickelmine wenige Meilen von den geschützten Seen anstrebt. Eine Sprecherin des Unternehmens begrüßte das Ergebnis als wichtigen Schritt zur Stärkung nationaler Lieferketten für strategische Metalle und wies darauf hin, dass vorgeschlagene Projekte weiterhin ein mehrstufiges, langwieriges Genehmigungsverfahren durchlaufen müssten.
Im Mittelpunkt der Debatte standen Umweltrisiken und Fragen zu Eigentums‑ und Verarbeitungsstrukturen. Die demokratische Senatorin Tina Smith aus Minnesota sprach sich gegen die Aufhebung aus und warnte vor den toxischen Folgen von Sulfid‑ oder Kupferbergbau für das empfindliche Ökosystem des Boundary Waters. Sie kritisierte zudem die ausländische Kontrolle des betroffenen Unternehmens und äußerte Bedenken hinsichtlich grenzüberschreitender Verarbeitungsschritte.
Daneben äußerten Umwelt‑ und Naturschutzorganisationen scharfe Kritik. Vertreterinnen und Vertreter nannten den Schritt einen Rückschlag für den Schutz einer der meistbesuchten Wildnisregionen der USA und kündigten an, den Widerstand fortzusetzen. Zwei republikanische Senatoren, Susan Collins und Thom Tillis, schlossen sich den demokratischen Gegenstimmen an; Senator Josh Hawley fehlte bei der Abstimmung.