Video zeigt mutmaßlichen Schützen beim White House Correspondents' Dinner – Behörden widersprechen Darstellung von ‚friendly fire‘
Veröffentlichte Überwachungsaufnahmen zeigen den Beschuldigten kurz vor den Schüssen auf einen Secret‑Service‑Agenten; Staatsanwältin und Präsident betonen, es gebe keine Hinweise auf ‚friendly fire‘.
Nach Angaben der veröffentlichten Überwachungsaufnahmen ist zu sehen, wie der mutmaßliche Schütze beim White House Correspondents' Dinner an Metalldetektoren vorbeirennt, während Sicherheitskräfte die Waffen ziehen. Die Bilder dokumentieren den Mann in unmittelbarer Nähe des Speisesaals kurz bevor laute Schüsse die Veranstaltung unterbrechen und Sicherheitskräfte daraufhin Personen aus dem Bereich geleiten.
Zugleich betonte Jeanine Pirro, die US‑Staatsanwältin für den District of Columbia, dass die Veröffentlichung der Aufnahmen zeigen solle, dass es keine Belege dafür gebe, dass die Verletzungen eines Secret‑Service‑Agenten durch freundliches Feuer entstanden seien. Damit widerspricht die Staatsanwaltschaft Darstellungen, wonach Sicherheitskräfte sich selbst getroffen haben könnten und stellt die Abläufe in Frage, wie sie zuvor dargestellt worden waren.
Inzwischen erklärte Präsident Donald Trump gegenüber Journalisten, es habe sich nicht um ‚friendly fire‘ gehandelt und fügte hinzu, ‚es war nicht wir‘. Die Polizei teilte ergänzend mit, der festgenommene Mann habe die Sicherheitsabsperrung vor dem Speisesaal angegriffen und sei mit mehreren Waffen ausgerüstet gewesen. Die Sequenzen zeigen zudem, wie Sicherheitskräfte nach den ersten Schüssen reagieren und Gäste in Sicherheit bringen.
Der Präsident befand sich nach Angaben vorliegender Berichte mitten in einem Gespräch, als die Schüsse fielen; er wurde sofort in Sicherheit gebracht. Die Polizei meldete mehrere Verletzte, nannte aber keine näheren Angaben zu Schweregraden oder zur möglichen Motivlage des Beschuldigten. Ermittlungen laufen weiterhin, und rechtliche Schritte gegen den Festgenommenen wurden bereits eingeleitet.