Waldbrände im US‑Süden zwingen Hunderte zur Flucht – Rauch legt Großregion lahm
Heftige Brände in Georgia und Nordflorida zerstören Dutzende Häuser, zwingen Hunderte zur Evakuierung und verschlechtern die Luftqualität in weiten Teilen des Südostens.
- Starke Winde und extreme Trockenheit lassen Feuer rasch wachsen
- größte Brandfläche erreicht lokal rund 121 Quadratkilometer.
Nach Angaben örtlicher Behörden haben sich mehrere Waldbrände während einer anhaltenden Dürre in Georgia und Nordflorida in kurzer Zeit stark ausgeweitet und Hunderte Anwohner binnen Minuten zur Flucht gezwungen. In ländlichen Gebieten des südlichen Teils Georgias wurden mehr als 50 Häuser vernichtet; das größte der Feuer östlich von Valdosta wuchs auf etwa 47 Quadratmeilen (121 Quadratkilometer) an.
Im Mittelpunkt der Einsätze standen Feuerwehren und Forstbehörden, die in Georgia allein am Mittwoch auf 34 neue, kleinere Brände reagierten, während in Florida mehr als 130 Brände bekämpft wurden, vornehmlich im nördlichen Landesteil. Die rasche Ausbreitung der Flammen führte bereits zu weiteren Evakuierungen und zur Schließung von Schulen in betroffenen Landkreisen.
Zugleich breitete sich der Rauch über große Teile des Südostens aus und verschlechterte die Luftqualität in mehreren Städten; Messstellen verzeichneten Gesundheitshinweise bis nach Columbia, South Carolina. In Ballungsräumen wie Atlanta hing zuvor eine Dunstglocke über der Skyline, und Bewohner in der Metroregion berichteten von auffälligem Rauchgeruch.
Der Wetterausblick verschärfte die Lage: Für den folgenden Tag warnte die Prognose vor einem erhöhten Risiko, weil drehende Winde Funkenflug und die Verbreitung von Glutnestern begünstigen könnten. Einsatzkräfte und Behörden hielten deshalb Evakuierungszonen aufrecht und koordinierten Hilfsmaßnahmen für Betroffene, während die Brandbekämpfung an mehreren Fronten weiterlief.