Wembanyama liefert 41 Punkte und 24 Rebounds – Spurs schlagen Thunder nach doppelter Verlängerung
Victor Wembanyama erzielte 41 Punkte und 24 Rebounds und führte die San Antonio Spurs in einem dramatischen Doppel-Overtime-Spiel zu einem 122:115-Heimsieg gegen die Oklahoma City Thunder im Auftakt der Western Conference Finals.
Im Mittelpunkt stand Victor Wembanyama, der die San Antonio Spurs mit 41 Punkten und 24 Rebounds zum 122:115-Erfolg nach doppelter Verlängerung gegen die Oklahoma City Thunder trug. Der Franzose traf 14 seiner 25 Feldwürfe und verwandelte 12 von 13 Freiwürfen; sein einziger Dreier fiel spät in der ersten Verlängerung und glich die Partie aus, wodurch die Verlängerungen erzwungen wurden.
Zugleich war Wembanyamas Vorstellung historisch: Mit 22 Jahren und 134 Tagen wurde er zum jüngsten Spieler, der in einem Playoff-Spiel mindestens 40 Punkte und 20 Rebounds erzielte. Er blockte zudem drei Schüsse und beeinflusste zahlreiche andere Versuche, ehe er in den Schlussminuten der zweiten Verlängerung mit zwei Dunks – eines davon als Drei-Punkte-Spiel – das Spiel entschied.
Daneben lieferte Dylan Harper mit 24 Punkten und einem teaminternen Playoff-Rekord von sieben Steals einen wesentlichen Beitrag zum Heimsieg. Stephon Castle steuerte 17 Zähler bei, Devin Vassell und Keldon Johnson jeweils 13, Julian Champagnie 11; insgesamt dominierten die Spurs das Rebound-Duell klar und gewannen die Bretter mit 61:40.
Inzwischen zeigten auch die Thunder starke individuelle Leistungen: Alex Caruso erzielte von der Bank 31 Punkte, Jalen Williams kehrte nach einer sechsspielen Pause zurück und kam auf 26 Zähler. Shai Gilgeous-Alexander, der an dem Abend zum zweiten Mal in Folge als Most Valuable Player ausgezeichnet wurde, verbuchte 24 Punkte und 12 Assists, traf jedoch nur 7 seiner 23 Würfe und räumte ein, er müsse effizienter spielen.
Gleichzeitig zog Spurs-Coach Mitch Johnson ein hart erkämpftes Fazit und sprach von einem ‚Krieg der Willen‘, in dem die mentale Stärke beider Teams entscheidend gewesen sei. Thunder-Coach Mark Daigneault betonte die Herausforderung, gegen einen Spieler mit Wembanyamas Wirkung zu verteidigen, und sagte, seine Mannschaft lerne, mit solchen Gegnern umzugehen.
Nach dem Schritt ins Spielgeschehen wirkte Wembanyama angesprochen auf Lob zurückhaltend und verwies auf die Vielzahl unterschiedlicher Meinungen in der Welt. Für die Spurs brachte der Sieg den Heimvorteil in der Serie und setzte ein deutliches Ausrufezeichen im Auftakt der Western Conference Finals.