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Wyoming‑Mann, der Wolf misshandelte und tötete, erhält Bewährungsstrafe

Ein Jäger, der einen grauen Wolf mit einem Schneemobil verletzte, ihm den Mund zuklebte, ihn in eine Bar schleppte und später erschoss, erhielt 18 Monate Bewährung, eine Geldstrafe und ein Jagdverbot.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Wyoming‑Mann, der Wolf misshandelte und tötete, erhält Bewährungsstrafe
  • Der Angeklagte bekannte sich schuldig und entging damit einer möglichen Haftstrafe
  • das Urteil löste breite Empörung aus.

Nach Angaben des Gerichts in Pinedale, Wyoming, ist der 44‑jährige Cody Roberts zu einer Bewährungsstrafe von 18 Monaten verurteilt worden, nachdem er einen grauen Wolf verletzt, diesem Klebeband um das Maul gelegt, das Tier in eine Bar gebracht und es später erschossen hatte. Das Urteil erging am Mittwoch nach einem im Februar geschlossenen Plädoyerabkommen zwischen Roberts und den Staatsanwälten.

Zugleich hatte der Fall landesweit Empörung ausgelöst, nachdem Fotos und Videos von dem verletzten Wolf mit Klebeband am Maul und später bewegungsunfähig am Boden verbreitet worden waren. Die Ereignisse hatten sich im Februar 2024 in Daniel im Sublette County zugetragen. Zunächst war Roberts nur mit einer kleinen Geldstrafe wegen illegalen Besitzes des Wolfes belegt worden, was die Kritik an der Handhabung des Falls weiter anfachte.

Daneben räumte der zuständige Bezirksstaatsanwalt Clayton Melinkovich ein, Teile der Öffentlichkeit seien mit dem Ausgang unzufrieden, betonte jedoch, der Staat halte die verhängte Strafe für angemessen unter Berücksichtigung aller Umstände. Durch das Plädoyer entging Roberts einer möglichen Haftstrafe von bis zu zwei Jahren und einer Geldstrafe von bis zu 5.000 US‑Dollar. Melinkovich verwies zudem darauf, dass Tierquälerei in Wyoming gesetzlich als nicht‑gewalttätiges Delikt eingestuft werde, obwohl der Vorfall Gewalt beinhaltete.

Inzwischen hat der Fall erneut eine Debatte über die gesetzlichen Regelungen zum Umgang mit Wölfen und anderen Raubtieren in Wyoming ausgelöst. Kritiker und Tierschutzgruppen forderten härtere Sanktionen für besonders schwere Fälle von Tierquälerei, nachdem die Bild‑ und Videobelege breite Empörung hervorgerufen hatten. Der Vorfall hat damit nicht nur die lokale Gemeinde, sondern auch landesweit Fragen zur Strafverfolgung und zum Schutz von Wildtieren in den Mittelpunkt gerückt.