Zwei Teenager stürmen Moschee in San Diego – Schütze des Sicherheitsdienstes tötet einen Angreifer, Täter nehmen sich das Leben
Bei einer Schießerei am Islamic Center of San Diego starben mehrere Menschen; die beiden mutmaßlichen Schützen im Teenageralter begingen Suizid. Ermittler fanden zahlreiche Waffen, taktische Ausrüstung und ein Manifest mit Hassbotschaften.
- Ermittler entdeckten ein Manifest mit breiter Feindseligkeit
- 30 Schusswaffen, eine Armbrust und taktische Ausrüstung wurden sichergestellt.
Nach Angaben der Ermittler stürmten zwei Jugendliche im Alter von 17 und 18 Jahren das Islamic Center of San Diego und eröffneten das Feuer. Ein Sicherheitsmitarbeiter des Zentrums traf einen der Angreifer und alarmierte zugleich das Personal der angeschlossenen Schule, bevor er tödlich verwundet wurde. Die mutmaßlichen Schützen wurden später nahe dem Gebetsraum tot aufgefunden; nach bisherigen Erkenntnissen hatten sie sich selbst getötet.
Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht die Frage nach Motivation und Vorbereitung: Das FBI geht davon aus, dass sich die beiden Täter online kennengelernt und radikalisiert hatten. Bei Durchsuchungen in Verbindungen zu den Verdächtigen fanden Ermittler ein sogenanntes Manifest, das nach Behördenangaben eine breite Feindseligkeit gegenüber verschiedenen Rassen und Religionen ausdrückte. Die Bundesbehörde richtete eine Hotline für Hinweise ein und bittet weiterhin um Informationen zur Tat und den Hintergründen.
Zugleich bestätigten Fahnder, dass sie in zwei Wohnadressen 30 Schusswaffen, eine Armbrust sowie taktische Ausrüstung, Munition und Elektronik sicherstellten. Die verwendeten Feuerwaffen waren demnach auf den Namen eines Elternteils eines der Verdächtigen registriert; wie die Jugendlichen an die Waffen gelangten, ist Gegenstand laufender Untersuchungen. Ermittler fanden zudem schriftliche Äußerungen und Ideologien, die die Feindseligkeit der Täter dokumentieren sollen.
In den Stunden vor der Tat hatte die Mutter eines der Jugendlichen die Polizei alarmiert und von suizidalen Absichten sowie möglicher Bewaffnung ihres Sohnes berichtet. Polizeikräfte suchten die beiden Teenager in einem Viertel nahe dem Islamischen Zentrum, als die Schüsse fielen. Während des Angriffs wurden mehrere umliegende öffentliche Schulen unverzüglich in den Lockdown versetzt, um weitere Gefährdungen zu verhindern.
Der Imam und Leiter des Islamic Center, Taha Hassane, sagte, regelmäßige Notfallübungen hätten dazu beigetragen, Leben zu schützen. Augenzeugen berichteten, einige Opfer seien während des Vorfalls noch dabei gewesen, die Polizei zu verständigen, als sie getötet wurden. Die Ermittlungen von örtlicher Polizei und FBI dauern an; ob das Zentrum ein konkretes Ziel der Täter war, lässt sich nach bisherigem Stand noch nicht eindeutig beantworten.