Annäherung an Friedensabkommen mit Iran lässt Trumps Maximalziele als geschrumpft erscheinen
Nach drei Monaten Kampfhandlungen stehen USA und Iran Berichten zufolge vor einem Abkommen; Beobachter sehen Trumps anfängliche Zielsetzungen dadurch deutlich geschrumpft.
- Ein demnach ausgehandeltes Memorandum of Understanding würde die Waffenruhe verlängern und Gespräche über Irans Atomstreit ermöglichen
- Kritiker werten das als Rückschritt gegenüber den ursprünglichen Kriegszielen.
Nach Angaben britischer Medien stehen die USA und Iran nach wochenlangen Verhandlungen offenbar am Rande eines Abkommens, das die aktuellen Kampfhandlungen beenden und die Schifffahrt durch die Straße von Hormuz wieder ermöglichen soll. Vermittler aus Pakistan und Katar sollen an der Ausarbeitung eines Memorandums of Understanding beteiligt gewesen sein, das die derzeitige Waffenruhe demnach um 60 Tage verlängern würde, um Verhandlungen über Irans Atomprogramm zu ermöglichen.
Gleichzeitig lassen sich die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts kaum leugnen. Die vorübergehende Schließung der Straße von Hormuz hatte den weltweiten Öltransport empfindlich gestört; vor Beginn der Auseinandersetzung lieferten die Seewege rund 20 Prozent des globalen Rohöls. In den USA schlugen sich diese Störungen in höheren Benzinpreisen nieder und führten zu Engpässen bei Düngemitteln, was wiederum Druck auf Nahrungsmittelpreise und Versorgungsketten erzeugte.
Daneben werfen Kommentatoren die Frage auf, was der Kompromiss für die Zielsetzung der US-Führung bedeutet. Wo anfangs maximalistische Forderungen standen, scheint sich die Politik mit der Zeit zu verkleinern; Kritiker sehen in dem möglichen MOU ein Indiz dafür, dass die anfänglichen Ambitionen zurückgenommen wurden. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Verlängerung der Waffenruhe den Weg zu substantiellen, dauerhaften Lösungen ebnet oder lediglich eine Atempause darstellt.