Behörden untersuchen nach Fund von 21 toten Caniden an Küste von Washington
Auf Guemes Island wurden zwischen dem 26. März und Anfang April 21 verendete canide Tiere an Stränden entdeckt. Ermittler konnten bislang wegen starken Verwesungsgrades nicht eindeutig bestimmen, ob es sich um Haustiere oder Wildtiere handelt.
- Anwohner sprechen von einem unheimlichen Rätsel
- Nekropsien verliefen bisher ohne eindeutige Ergebnisse aufgrund des Zerfallszustands der Leichen.
Auf Guemes Island im US-Bundesstaat Washington sind zwischen dem 26. März und dem 4. April insgesamt 21 verendete canide Tiere an der Küste gefunden worden. Die Funde verteilten sich über mehrere Tage und wurden an verschiedenen Stellen der Insel entdeckt; die ersten Kadaver trieben oder lagen demnach in einem Bereich, der als Kelly’s Point bekannt ist. Mehrere Einwohner machten die Entdeckung öffentlich und alarmierten die lokalen Behörden, die anschließend mit Bergungs- und Untersuchungsarbeiten begannen.
Die Ermittler leiteten eine aktive Untersuchung ein, um Herkunft und Todesumstände der Tiere zu klären. An mehreren Kadavern wurden Nekropsien vorgenommen, doch der fortgeschrittene Zerfallszustand der Körper erschwerte die Bestimmung der Art. Daher konnten die Untersuchenden bislang nicht zweifelsfrei sagen, ob es sich um Haushunde, Kojoten, Füchse oder andere canide Tiere handelt. Ebenso ließen sich bislang keine belastbaren Aussagen zur Todesursache treffen.
Anwohner und Einsatzkräfte berichteten von auffälligen Gemeinsamkeiten zwischen einzelnen Funden. Einige Tiere wirkten ähnlich groß, und bei mindestens zwei Kadavern wurde orangefarbene Schnur um den Hals festgestellt. Solche Beobachtungen führten in der Gemeinde zu Besorgnis und zahlreichen Gesprächen. Die Feuerchefin von Guemes Island beschrieb die Lage als beunruhigend und betonte, die ungewöhnliche Häufung der Funde habe die rund 600 Inselbewohner stark beschäftigt.
Lokale Augenzeugen beschrieben den Anblick als bedrückend und warnten zugleich vor voreiligen Schlüssen. In der Gemeinde kursierten unterschiedliche Erklärungsansätze, die von Beobachtungen zu Schiffsverkehr bis hin zu Hinweisen auf Züchter auf benachbarten Inseln reichten; diese Hinweise blieben jedoch unbestätigt. Die Ermittler betonten, dass derzeit keine gesicherten Ergebnisse vorlägen, die Rückschlüsse auf eine konkrete Ursache oder einen Verantwortlichen zuließen.
Die Behörden auf Guemes Island setzen die Untersuchungen fort und arbeiten an der Analyse weiterer Proben. Sie prüfen mögliche Transportwege und Umwelteinflüsse, um Herkunft und Umstände der Todesfälle besser einzugrenzen. Bis zur Auswertung weiterer Laborergebnisse bleiben wichtige Fragen zur Art der Tiere und zu den genauen Todesursachen offen. Die Bevölkerung der Insel zeigt sich angesichts der ungeklärten Situation weiterhin besorgt.