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USA erheben Bundesanklage gegen Raúl Castro – vier Mordanklagen und Zerstörung von Flugzeugen

In Miami wirft die US-Justiz dem früheren kubanischen Präsidenten vor, an der Abschussentscheidung beteiligt gewesen zu sein, bei der US-Bürger getötet wurden; Präsident Trump sagt, es drohe keine Eskalation.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: USA erheben Bundesanklage gegen Raúl Castro – vier Mordanklagen und Zerstörung von Flugzeugen
Die Anklage im südlichen Bezirk Floridas listet Verschwörung zur Tötung US-Bürgern, vierfache Mordanklage und Beschädigung von Luftfahrzeugen auf.

Nach Angaben der US-Behörden ist gegen Raúl Castro im südlichen Bezirk Floridas eine Bundesanklage erhoben worden. Dem 94-jährigen ehemaligen Präsidenten und früheren Verteidigungsminister Cubas werden unter anderem Verschwörung zur Tötung von US-Staatsangehörigen, vier Anklagen wegen Mordes sowie zwei Anklagen wegen Zerstörung von Flugzeugen vorgeworfen.

Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht ein Ereignis aus dem Jahr 1996: Damals wurden vier Männer während einer humanitären Mission in der Straße von Florida von kubanischen Streitkräften abgeschossen. In der Anklageschrift wird ein ehemaliger Kampfpilot als weiterer Beschuldigter genannt; dieser war bereits zuvor mit Blick auf das Geschehen in Verbindung gebracht worden.

Zugleich wirft die Anklage Raúl Castro vor, als Verteidigungsminister zum Zeitpunkt des Vorfalls den Befehl zum Öffnen des Feuers gegeben zu haben. Die Vorwürfe führen die Verantwortung für die Tötungen auf höchste Befehlsebenen zurück und heben die Schwere der Anschuldigungen gegen die Führungspersönlichkeit hervor.

In Washington kommentierte Präsident Donald Trump das Vorgehen und sagte Reportern, es werde keine Eskalation mit Kuba geben. Zugleich nutzte er die Gelegenheit, um die Lage auf der Insel als angespannt zu beschreiben und in einer Rede generelle Schritte gegen rechtsfreie Räume und ausländische Einflussnahme zu bekräftigen.

Parallel dazu fällt die Anklage in eine Phase erhöhter Spannungen zwischen den USA und Kuba. Auf der Insel wurden in jüngster Zeit wirtschaftliche Engpässe, Stromausfälle und Proteste registriert. Konkrete unmittelbare Maßnahmen der US-Regierung als Reaktion auf die Anklage wurden bis zur Berichtslegung nicht bekanntgegeben.