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Bergungsarbeiten in Washington: Weiteres Opfer nach Explosion in Papierfabrik geborgen

Nach dem Einsturz eines großen Chemietanks bei Nippon Dynawave in Longview stieg die Zahl der Toten auf neun; zwei Beschäftigte werden weiterhin vermisst.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Bergungsarbeiten in Washington: Weiteres Opfer nach Explosion in Papierfabrik geborgen
Ein Tank mit mehr als 500.000 Gallonen stark ätzender Flüssigkeit war eingestürzt und setzte eine gefährliche Chemikalienflut frei.

Nach Angaben der Einsatzkräfte haben Bergungsteams in Longview im US-Bundesstaat Washington die Überreste eines weiteren Opfers geborgen. Damit erhöhte sich die Zahl der bestätigten Todesopfer des Zusammenbruchs eines großen Chemietanks in einer Papierfabrik auf neun; zwei Beschäftigte gelten noch als vermisst. Die Suche und Bergung dauerten an und gestalteten sich wegen der anhaltenden Gefahr durch die Chemikalien schwierig.

Der Tank war am Dienstagmorgen auf dem Gelände der Nippon Dynawave Packaging Company am Ufer des Columbia River eingestürzt. Er enthielt mehr als 500.000 Gallonen einer Mischung, die in der Papierherstellung zum Aufschließen von Holz verwendet wird. Das freigesetzte Gemisch, als white liquor bezeichnet, ist stark ätzend; Kontakt mit der Haut kann schwere Verätzungen verursachen, und die eingeatmeten Dämpfe können zu Lungenschäden führen.

Zugleich wurden nach bisherigen Angaben acht Personen verletzt, darunter ein Feuerwehrmann. Bei den Verletzten wurden unter anderem Verbrennungs- und Inhalationsschäden festgestellt. Die Bergungsarbeiten verliefen langsam und vorsichtig: Teams arbeiteten mit Ingenieuren zusammen, um zu entscheiden, welche beschädigten Gebäude gefahrlos betreten werden können, und mussten gefundene Überreste sowie sich selbst dekontaminieren, bevor die Opfer dem Gerichtsmedizinischen Dienst übergeben wurden.

Inzwischen hat die Katastrophe in der Region tiefe Betroffenheit ausgelöst. Die Behörden haben die Namen der Opfer bislang nicht offiziell freigegeben; Angehörige und Freunde begannen jedoch online, Unterstützungsaufrufe und Spendensammlungen zu starten. Unter den vermuteten Opfern befinden sich zwei Brüder sowie Beschäftigte, die in ihrem Umfeld als engagiert und hilfsbereit beschrieben werden.