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Blue Origin verliert New Glenn bei Bodentest in Cape Canaveral

Bei einem nächtlichen Hot‑Fire‑Test geriet die New Glenn von Blue Origin in Flammen auf einem Space‑Force‑Gelände in Cape Canaveral; es gab keine Verletzten. Behörden und Partner prüfen mögliche Folgen für das Artemis‑Programm.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Blue Origin verliert New Glenn bei Bodentest in Cape Canaveral
  • New Glenn explodiert während Triebwerkstest auf Space Force‑Startgelände
  • Blue Origin bestätigt, dass Personal unversehrt ist.

Nach Angaben von Blue Origin geriet die schwere Trägerrakete New Glenn am Donnerstagabend während eines Hot‑Fire‑Tests auf einem Startgelände der US Space Force in Cape Canaveral, Florida, in Flammen. Das Unternehmen teilte mit, dass alle Mitarbeiter unverletzt seien und für die Öffentlichkeit keine Gefahr bestand.

Bei einem Hot‑Fire‑Test werden die Triebwerke am Boden gezündet, während die Rakete fest auf dem Starttisch verankert bleibt. Blue Origin, das von Jeff Bezos geführt wird, arbeitet mit der New Glenn an wiederverwendbaren Startkapazitäten, die in Konkurrenz zu Angeboten anderer Anbieter treten sollen. Nähere Angaben zur Ursache der Explosion machte das Unternehmen bisher nicht; interne Untersuchungen sind angekündigt.

Die örtliche Notfallbehörde von Brevard County bezeichnete den Vorfall in einer Mitteilung als Anomalie, die keine Bedrohung für die Allgemeinheit darstellte. Die zuständige Luftfahrtbehörde reagierte zunächst nicht auf Anfragen. Blue Origin erklärte, bereits mit der Ursachenforschung begonnen und mit notwendigen Wiederaufbauarbeiten begonnen zu haben.

Gleichzeitig richtet sich das Augenmerk auch auf mögliche Auswirkungen der Explosion auf laufende Kooperationen mit der NASA. Der Vorfall ereignete sich nur einen Tag, nachdem die Agentur Blue Origin für Beiträge zum Artemis‑Programm hervorgehoben und dem Unternehmen einen Vertrag zur Unterstützung beim Aufbau einer Mondbasis zugesprochen hatte. Die NASA ließ wissen, über den Vorfall informiert zu sein und werde Angaben zu möglichen Folgen für Artemis machen, sobald Erkenntnisse vorlägen.

Unterdessen betonten Branchenbeobachter, dass die Entwicklung und Erprobung schwerer Trägersysteme technisch besonders anspruchsvoll sei. Blue Origin zeigte sich zuversichtlich, aus dem Zwischenfall Lehren zu ziehen: Man habe angekündigt, die entstandenen Schäden zu beheben und die Testserie fortzusetzen, nannte aber keinen Zeitplan für weitere Prüfungen oder Starts.