Chef des US Army Generalstabs Randy George tritt mit sofortiger Wirkung zurück
Pentagon bestätigt sofortigen Rücktritt des 41. Chief of Staff der US Army; Entscheidung erfolgt nach Berichten über Druck durch Verteidigungsminister Pete Hegseth
Das Pentagon teilte mit, dass General Randy A. George mit sofortiger Wirkung von seinem Amt als 41. Chief of Staff der US Army zurücktritt. In der offiziellen Erklärung wurde Georges geplanter Ruhestand bestätigt und ihm für Jahrzehnte im Dienst gedankt; detaillierte operative Gründe für den abrupten Abgang nannte das Pentagon nicht.
Medienberichten zufolge hatte Verteidigungsminister Pete Hegseth den sofortigen Rücktritt Georges gefordert. George war 2023 von Präsident Joe Biden nominiert und anschließend vom Senat bestätigt worden; seine Amtszeit als Army Chief of Staff hätte in der Regel vier Jahre umfasst und ihn bis 2027 im Amt gehalten. Vor seiner Ernennung hatte George unter anderem als Senior Military Assistant für Verteidigungsminister Lloyd Austin im Zeitraum 2021–2022 gedient.
George ist Absolvent der US-Militärakademie West Point und verfügt über Einsatzerfahrung in mehreren Konflikten, darunter Einsätze im Irak und in Afghanistan. Die US Military Academy veröffentlichte Fotos von einem jüngsten Besuch, bei dem George Kadetten begegnete und Leitungserfahrungen weitergab. Konkrete Angaben zu einem Nachfolger oder einem formalen Übergangsplan machte das Pentagon bislang nicht.
Der Rücktritt fällt in eine Phase umfangreicher Personalveränderungen am Pentagon seit dem Amtsantritt Hegseths. Seitdem sind Medienberichten zufolge bereits mehr als ein Dutzend hochrangige Militärs ihres Amtes enthoben worden, darunter unter anderem der stellvertretende Luftwaffenchef James Slife und die Chefin der Marine, Lisa Franchetti. Beobachter werten den Schritt als Teil größerer Spannungen zwischen der zivilen Führung und der Militärführung.
Hegseth selbst steht zugleich in der öffentlichen Kritik. In Berichten wurden verschiedene Kontroversen thematisiert, unter anderem Vorwürfe zum Umgang mit klassifizierten Informationen sowie Diskussionen um Personalentscheidungen und die Haltung des Verteidigungsministeriums zu Diversity-, Equity- und Inclusion‑Programmen. Aus den verfügbaren Informationen gehen keine detaillierten, belegten Sachzusammenhänge zwischen diesen Vorwürfen und dem Rücktritt Georges hervor.
Das Pentagon äußerte sich nicht zu möglichen dienstrechtlichen Maßnahmen oder laufenden internen Untersuchungen in Verbindung mit dem Rücktritt. Der sofortige Weggang des Army-Chefs setzt die militärische Führung kurzfristig unter Druck, rasche Regelungen für die Leitung der größten Teilstreitkraft der US-Streitkräfte zu finden.