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Claude Lemieux’ Gehirn für CTE‑Forschung an Boston University gespendet

Die Familie des verstorbenen Ex‑NHL‑Profis hat der Untersuchung seines Gehirns durch das CTE‑Zentrum der Boston University zugestimmt, erwartet aber keine vorschnellen Schlüsse aus den Befunden.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Claude Lemieux’ Gehirn für CTE‑Forschung an Boston University gespendet
  • Lemieux starb im Alter von 60 Jahren
  • seine Angehörigen wollen Forschung zu wiederholten Kopfverletzungen voranbringen.

Nach Angaben der Familie wird das Gehirn des früheren NHL‑Spielers Claude Lemieux dem CTE‑Zentrum der Boston University für wissenschaftliche Analysen übergeben. Die Mitteilung seiner Tochter Claudia Lemieux Bishop nennt als Ziel, Erkenntnisse über die langfristigen Folgen wiederholter Kopfverletzungen zu gewinnen.

Im Mittelpunkt der Bekanntgabe steht zugleich die Bitte der Angehörigen, keine voreiligen Diagnosen aus den Untersuchungen abzuleiten. Die Familie erteilte dem CTE‑Zentrum ausdrücklich die Erlaubnis, Ergebnisse unter Nennung von Lemieux’ Namen zu veröffentlichen, betonte aber, dass Schlussfolgerungen erst nach Abschluss der Analysen und mit gebotener Zurückhaltung gezogen werden sollten.

Nach dem Schritt zu der Spende erinnerte die Mitteilung an Lemieux’ Karriere und sein Engagement nach dem aktiven Sport. Der 60‑Jährige war in der NHL zwischen 1983 und 2009 für sechs Vereine aktiv, bestritt nahezu 1.500 Partien und gewann viermal den Stanley Cup; sein Spielstil galt als körperbetont, und er zeigte regelmäßig starke Leistungen in Schlüsselspielen. Im Anschluss an seine Laufbahn arbeitete er als Spieleragent und habe sich der Unterstützung jüngerer Generationen verschrieben, heißt es in der Familienerklärung.

Zugleich erläuterte die Mitteilung den Hintergrund: Chronisch traumatische Enzephalopathie (CTE) ist eine degenerative Hirnerkrankung, die erst post mortem festgestellt werden kann. Zu den beschriebenen Symptomen gehören Gedächtnisverlust, Konzentrationsstörungen, Aggressionen, Stimmungsschwankungen und Depressionen. Die Familie verband die Spende mit der Hoffnung, dass die Forschung zu offeneren Gesprächen und besseren Schutzmaßnahmen für Sportler und ihre Angehörigen beitragen möge.

Daneben unterstrich die Familie, dass die Entscheidung zur Gewebespende Ausdruck des Wunsches sei, aus persönlichem Verlust Erkenntnisgewinn für andere zu schaffen. Indem sie Lemieux’ Namen mit der Untersuchung verbindet, erhofft sie sich laut Mitteilung, dass dessen Leben langfristig zu mehr Verständnis und Vorsorge für Betroffene und Sportlerfamilien führt.