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Claude Lemieux, vierfacher Stanley‑Cup‑Gewinner, in Florida gestorben

Der frühere NHL‑Stürmer Claude Lemieux ist im Alter von 60 Jahren gestorben. Behörden in Palm Beach County sprechen von einem Suizid; die Eishockey‑Gemeinde reagiert bestürzt.

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Titelbild: Claude Lemieux, vierfacher Stanley‑Cup‑Gewinner, in Florida gestorben
  • Lemieux gewann vier Stanley Cups
  • Behörden fanden ihn in einem Möbelhaus‑Showroom in Lake Park, Florida, nachdem Rettungskräfte kurz nach 3 Uhr morgens gerufen worden waren.

Nach Angaben der Palm Beach County Sheriff’s Office starb Claude Lemieux im Alter von 60 Jahren. Die Behörden rückten kurz nach 3 Uhr morgens zu einem Möbelhaus‑Showroom in Lake Park, Florida, aus, wo sie einen offenbar selbst zugefügten Todesfall vorfanden; der Verstorbene wurde von den Beamten als Lemieux identifiziert.

Im Mittelpunkt seiner Karriere stand eine Mischung aus spielerischem Können und kompromissloser Härte. Lemieux gewann vier Stanley Cups mit drei verschiedenen Teams und wurde 1995 mit der Conn Smythe Trophy als Playoff‑MVP geehrt. Zu seinen Titeln zählen Erfolge mit den Montreal Canadiens (1986), den Colorado Avalanche (1996) und den New Jersey Devils (1995, 2000).

Zugleich prägte seine provokante Spielweise wichtige Rivalitäten der 1990er Jahre. Er bestritt insgesamt 1.449 Pflichtspiele in Regular Season und Playoffs und war zwischen 1983 und 2009 als Profi aktiv. NHL‑Kommissar Gary Bettman bezeichnete ihn als einen der besten Spieler für große Spiele.

In den Tagen vor seinem Tod war Lemieux noch öffentlich präsent: Er trug drei Tage zuvor die Fackel vor Spiel 3 des Eastern Conference Final im Bell Centre für die Montreal Canadiens. Klub‑Besitzer Geoff Molson würdigte ihn als entschlossenen, couragierten Wettkämpfer, dessen Leistungen in entscheidenden Momenten großen Wert gehabt hätten.

Daneben löste die Nachricht sofort weitreichende Reaktionen in der Szene aus. Ehemalige Gegenspieler und Weggefährten äußerten Bestürzung; Darren McCarty erinnerte daran, dass der Mensch abseits des Eises oft anders gewesen sei als der Spieler auf dem Eis, und forderte zugleich Betroffene auf, Hilfe zu suchen.

Nach seiner aktiven Laufbahn arbeitete Lemieux als Spielervermittler und betreute nach Angaben mehrere NHL‑Profis. Die NHL Alumni Association bestätigte seinen Tod in einem Beitrag auf Social Media. Für Menschen in Not verweisen Hilfsangebote auf einschlägige Telefonhotlines; in den USA wird die Suizidpräventions‑Hotline unter 1‑800‑273‑8255 genannt.