Clive Davis, einflussreicher Musikmanager hinter Whitney Houston und Bruce Springsteen, stirbt im Alter von 94 Jahren
Der frühere Chef von Columbia und Gründer von Arista Records prägte über Jahrzehnte Karrieren zahlreicher Stars und starb in Manhattan nach Atemproblemen.
Die Kernentwicklung: Clive Davis, einer der einflussreichsten Musikmanager der modernen Pop- und Rockgeschichte, ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Als früherer Chef von Columbia Records und Gründer von Arista Records war er maßgeblich am Aufbau der Karrieren von Künstlern wie Whitney Houston, Bruce Springsteen, Aretha Franklin und Billy Joel beteiligt und gilt als prägende Figur der Branche.
Im Mittelpunkt seiner Arbeit stand das Entdecken und Fördern außergewöhnlicher Stimmen und Songwriter. Über Jahrzehnte traf Davis Entscheidungen bei Singles, Alben und Vertragsabschlüssen, die immer wieder ganze Karrieren und Genreprofile veränderten. Zu den Künstlern, mit denen er zusammenarbeitete oder die er unterstützte, zählen unter anderem Santana, Janis Joplin, Christina Aguilera, Alicia Keys, Pink Floyd und Aerosmith.
Der Schritt in die Musikbranche folgte auf ein juristisches Studium: Davis wurde 1932 in Brooklyn geboren und absolvierte die Harvard Law School. Ohne anfängliche Branchenkenntnis trat er im Alter von 28 Jahren bei Columbia an und bildete sich nebenbei in Urheberrecht und Vertragsrecht weiter. Dieses Wissen nutzte er strategisch bei Verhandlungen und beim Management von Künstlerinteressen, etwa in Auseinandersetzungen um Vertragsfragen und beim Halten wichtiger Talente für das Label.
Gegen Ende seines Lebens hatte Davis mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Er war kürzlich wegen Atemwegsbeschwerden im Krankenhaus und erholte sich anschließend in seiner Wohnung in Manhattan, als er starb. Reaktionen aus der Musikszene hoben seinen persönlichen Einsatz hervor: Viele Kolleginnen und Kollegen erinnerten an seine Rolle als Mentor und an den Einfluss, den seine Entscheidungen über Jahre hinweg auf die Plattenindustrie hatten.
Daneben hinterlässt Davis ein weit gespanntes Netzwerk aus Künstlern, Produzenten und Labels sowie eine lange Liste von Hits, deren Entstehung oft eng mit seiner Förderung verbunden war. Sein Wirken prägte nicht nur einzelne Karrieren, sondern wirkte sich auf das musikpraktische und geschäftliche Selbstverständnis ganzer Generationen aus.