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Democrats sehen neue Chancen im Senatsrennen – Reicht das für die Rückeroberung der Mehrheit?

Nach einem zermürbenden republikanischen Vorwahlkampf in Texas und sichtbaren Schwächen bei Donald Trump rücken North Carolina, Ohio, Maine und Alaska stärker in den Fokus der Demokraten.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Democrats sehen neue Chancen im Senatsrennen – Reicht das für die Rückeroberung der Mehrheit?
Mehrere umkämpfte Sitze gelten als potenzielle Gewinne für die Demokraten, doch um die Mehrheit zurückzuerobern, wäre ein anspruchsvoller Kurswechsel nötig.

Nach Angaben der vorliegenden Analyse hat eine Reihe jüngster Entwicklungen den Demokraten neuen Optimismus im Rennen um die Kontrolle des US-Senats verschafft. Im Mittelpunkt der Diskussion steht Texas: Dort nominierten die Republikaner den umstrittenen Generalstaatsanwalt Ken Paxton, dessen Kandidatur von Amtsenthebungsverfahren, Betrugsvorwürfen und weiteren Skandalen überschattet ist. Paxton erhielt die Unterstützung von Ex‑Präsident Donald Trump und setzte sich in der bislang teuersten Primärwahl des Jahres gegen den amtierenden Senator durch.

Zugleich richtet sich das Augenmerk der Demokraten auf mehrere andere umkämpfte Staaten, in denen sie Chancen sehen, Sitze zu gewinnen. North Carolina gilt als besonders vielversprechend: Der Rückzug des republikanischen Senators hinterlässt ein offenes Mandat, und der frühere Gouverneur Roy Cooper liegt in Umfragen vor dem Republikaner Michael Whatley. Das Cook Political Report stuft den Wettkampf in North Carolina als lean Democratic ein und sieht ihn als die wahrscheinlichste Möglichkeit für die Opposition, ein Mandat zu flippen.

In Alaska, Maine und Ohio sehen Strategen weitere Ansatzpunkte. In Alaska bietet die frühere Abgeordnete Mary Peltola den Demokraten nach Einschätzung Beobachtender eine realistische Chance; in Maine setzen sie auf Graham Platner im Duell mit der langjährigen Republikanerin Susan Collins. Ohio bleibt ein zentraler Faktor für die nationale Mehrheitsfrage, während in Texas der junge Demokrat James Talarico Ken Paxton bei der Wahl im November herausfordern wird — ein Matchup, das landesweit Aufmerksamkeit erzeugt.

Insgesamt verbessern diese Entwicklungen die Aussichten der Demokraten, auch wenn ein sicherer Erfolg nicht in Sicht ist. Um die Kontrolle des Senats zurückzugewinnen, müssten sie alle eigenen Sitze halten und zusätzlich mehrere Republikaner-Mandate flippen; konkret wären dazu vier Sitzgewinne erforderlich. Ob dies gelingt, hängt von der weiteren Entwicklung bis November und den Ergebnissen in den benannten Schlüsselstaaten ab.

Daneben beeinflussen weitere Faktoren das Kräfteverhältnis: Nach Einschätzung von Beobachtern profitieren die Demokraten von ungünstigen Zahlen für den Präsidenten, traditionell herausfordernden Bedingungen für die Regierungspartei bei Zwischenwahlen sowie von überraschenden Erfolgen in Sonderwahlen und Kandidaten, die mit populistischen oder abweichenden Positionen an Unterstützung gewonnen haben. Diese Gemengelage macht das Rennen offener, obgleich der Weg zur Mehrheit weiterhin anspruchsvoll bleibt.