Deutschland: Arbeitslosigkeit sinkt im Februar auf 3,07 Mio., Quote bei 6,5%
Die Bundesagentur für Arbeit meldet im Februar nur geringe Bewegung, saisonbereinigt steigt die Zahl der Arbeitslosen leicht.
- Arbeitslose: -15.000 auf 3.070.000 im Februar.
- Saisonbereinigt: +1.000 gegenüber Januar.
- Arbeitslosenquote: 6,5% (−0,1 Prozentpunkte zum Vormonat).
- Gegenüber Vorjahr: +81.000 Arbeitslose, Quote +0,1 Punkte.
- Unterbeschäftigung: 3.724.000 (−4.000 zum Vorjahr).
Der deutsche Arbeitsmarkt kommt nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit (BA) auch zum Ende der Winterpause kaum in Schwung. Im Februar sinkt die Zahl der Arbeitslosen um 15.000 auf 3.070.000. Saisonbereinigt ergibt sich gegenüber Januar dagegen praktisch Stagnation: Der Wert steigt um 1.000. Die Arbeitslosenquote geht im Monatsvergleich um 0,1 Prozentpunkte auf 6,5% zurück.
Im Jahresvergleich verschlechtert sich das Bild: Gegenüber Februar des Vorjahres liegt die Arbeitslosenzahl um 81.000 höher, die Quote steigt um 0,1 Prozentpunkte. Ein breiteres Maß liefert die Unterbeschäftigung, die neben Arbeitslosigkeit auch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen und kurzfristige Arbeitsunfähigkeit umfasst. Sie beträgt im Februar 3.724.000 und liegt damit 4.000 unter dem Vorjahreswert; saisonbereinigt sinkt sie um 3.000 gegenüber dem Vormonat.
Ein zusätzlicher Hinweis auf die Lage ist das Kurzarbeitergeld. Für Dezember 2025 liegen nach Angaben der BA vorläufige hochgerechnete Werte vor: Für 139.000 Beschäftigte wurde konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt, 48.000 weniger als im Vormonat und 72.000 weniger als ein Jahr zuvor. Bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung zeigen die Hochrechnungen von November auf Dezember 2025 einen leichten saisonbereinigten Zuwachs von 5.000, im Jahresvergleich liegt die Beschäftigung mit 34,98 Millionen jedoch um 40.000 niedriger.
Die Februar-Zahlen sind typisch für eine Phase, in der saisonale Effekte langsam auslaufen, die konjunkturelle Dynamik aber schwach bleibt. Für die kommenden Monate wird entscheidend sein, ob Unternehmen wieder mehr Stellen aufbauen oder zunächst mit Vorsicht planen. Hinweise liefern neben der Arbeitslosigkeit vor allem die Beschäftigungsentwicklung, die gemeldeten offenen Stellen, Kurzarbeit sowie die Entwicklung der Stunden und der Löhne.
Mit Blick auf die Binnenkonjunktur ist die Arbeitsmarktstabilität ein Schlüsselfaktor: Sie beeinflusst Einkommen, Konsumneigung und die Fähigkeit der Haushalte, höhere Preise und Zinsen zu verkraften. Gleichzeitig bleibt der Arbeitsmarkt ein Spiegel der Unternehmenslage – bei anhaltender Schwäche in Industrie und Bau würde sich der Druck auf Beschäftigung und Arbeitslosigkeit typischerweise erst mit Verzögerung vollständig zeigen.