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DOJ stellt 1,8‑Milliarden‑Fonds ein, Trump bleibt vor Steuerdurchsuchungen geschützt, sagt Blanche

Der amtierende US‑Justizminister Todd Blanche sagte vor einem Haushaltsunterausschuss aus, das Justizministerium werde den geplanten 1,8‑Milliarden‑Entschädigungsfonds nicht betreiben. Zugleich sichert eine Ergänzung zum Vergleich Trump und Angehörige gegen Steuerprüfungen für vor dem Vergleich eingereichte Steuererklärungen ab.

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Titelbild: DOJ stellt 1,8‑Milliarden‑Fonds ein, Trump bleibt vor Steuerdurchsuchungen geschützt, sagt Blanche
Blanche: Wir gehen nicht weiter mit dem Fonds, Punkt. Gleichzeitig bestätigte er, dass eine Ergänzung Trump, Familienmitglieder und verbundene Einheiten vor Steuerdurchsetzung schützt.

Nach Angaben des amtierenden US‑Justizministers Todd Blanche hat das Justizministerium die Pläne für den geplanten 1,8 Milliarden US‑Dollar schweren Entschädigungsfonds aufgegeben, der Teil eines Vergleichs mit Präsident Donald Trump gewesen war. Vor dem Unterausschuss des Haushaltsausschusses des Repräsentantenhauses erklärte Blanche, das Ministerium werde den Fonds nicht betreiben und fügte in klaren Worten hinzu: Wir gehen nicht weiter mit dem Fonds, Punkt.

Zugleich bestätigte Blanche, dass eine am 19. Mai unterzeichnete Ergänzung zum außergerichtlichen Vergleich Trump, Mitgliedern seiner Familie und verbundenen Geschäftseinheiten Schutz vor Steuerprüfungen und Durchsetzungsmaßnahmen gewährt, soweit diese Maßnahmen sich auf Steuererklärungen beziehen, die vor dem Vergleich eingereicht wurden. Das Addendum untersagt dem Justizministerium außerdem, die Betroffenen wegen Fällen zu verfolgen, die auf Lawfare und/oder Weaponization basieren, ohne jedoch diese Begriffe näher zu definieren.

Im Mittelpunkt der Anhörung stand auch Blanches frühere Tätigkeit als Strafverteidiger Trumps; er erklärte dem Ausschuss, der Beschluss, den Fonds nicht fortzuführen, gelte unabhängig vom Ausgang mehrerer anhängiger Klagen, die das Instrument zuvor vor einem Bundesgericht zeitweise blockiert hatten. Auf Nachfrage lehnte er es aber ab, seine Zusage, den Fonds nicht wieder aufzulegen, schriftlich zu bestätigen, obwohl er mündlich versicherte, die Mittel nicht erneut zu aktivieren.

Zugleich äußerten Kritiker heftige Bedenken gegen das geplante Instrument. Ein Kritikpunkt richtete sich auf die fehlende parlamentarische Kontrolle über einen solchen Fonds; ein anderer betraf die Möglichkeit, dass er Zahlungen an Personen ermöglicht hätte, die im Zusammenhang mit dem Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021 verurteilt worden sind. Nach Blanches Angaben gehörten zu den Kritikern auch Republikaner im Senat, die das Vorhaben ablehnten.

In der Sitzung wandte sich die demokratische Abgeordnete Rosa DeLauro scharf gegen die Schutzklausel und bezeichnete sie als eine Form von Steuerimmunität in erheblichem Umfang, wobei sie sich auf eine externe Schätzung bezog. Blanche wies diese Einordnung zurück, bestand jedoch auf seiner Aussage, das Justizministerium setze den Fonds nicht fort. Die Debatte zeigt, wie umstritten sowohl die Einstellung des Fonds als auch die erreichte steuerrechtliche Absicherung sind.