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Drei Menschen, darunter zwei Besatzungsmitglieder, nach mutmaßlichem Hantavirus von Kreuzfahrtschiff evakuiert

Spanien genehmigt Anlaufen der MV Hondius auf den Kanaren; Gesundheitsbehörden sollen Passagiere und Besatzung untersuchen und behandeln

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Drei Menschen, darunter zwei Besatzungsmitglieder, nach mutmaßlichem Hantavirus von Kreuzfahrtschiff evakuiert
  • Drei Personen, darunter zwei Crewmitglieder, wurden in die Niederlande gebracht. Das Expeditionsschiff mit rund 150 Menschen an Bord darf auf den Kanarischen Inseln anlegen
  • spanische und internationale Gesundheitsbehörd

Nach Angaben der verfügbaren Informationen wurden drei Menschen von dem Expeditionsschiff MV Hondius medizinisch evakuiert und in die Niederlande gebracht, nachdem an Bord ein Verdacht auf Hantavirus bestanden haben soll. Unter den Evakuierten befinden sich zwei Besatzungsmitglieder; das Schiff setzte seine Fahrt mit knapp 150 Personen an Bord fort.

Im Mittelpunkt der nun geplanten Maßnahmen steht die Untersuchung und Behandlung der Passagiere und der Crew. Spanien hat dem Schiff die Erlaubnis erteilt, auf den Kanarischen Inseln anzulegen, und geplant, das nationale Gesundheitsministerium einzubeziehen. Gemeinsam mit dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) sowie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollen Untersuchungen vorgenommen und notwendige Behandlungen organisiert werden, bevor eine Rückführung in die Herkunftsländer erfolgen kann.

Zugleich hat die Regierung der Kanarischen Inseln öffentlich gegen den Vorschlag protestiert, das Schiff dort abzuwickeln, und ein Gespräch mit dem spanischen Ministerpräsidenten gefordert. Konkrete Angaben zum Zeitpunkt des Anlaufens, zur Zahl der akut Erkrankten an Bord oder zur Identität der Verstorbenen wurden nicht genannt. Auch liegen bislang keine offiziellen Laborbestätigungen vor, die das Hantavirus zweifelsfrei nachweisen.

Hantaviren gelten als seltene Erreger, die üblicherweise über Ausscheidungen infizierter Nagetiere übertragen werden. Die spanischen Behörden und die internationalen Gesundheitsorganisationen sollen klären, ob es sich tatsächlich um eine Hantavirus‑Infektion handelt, und die erforderlichen Maßnahmen zur Versorgung Erkrankter sowie zur Verhinderung weiterer Ansteckungen ergreifen. Nach Abschluss der medizinischen Versorgung ist eine geordnete Rückführung der Betroffenen in ihre Herkunftsländer vorgesehen.